Karl Kunz 1946. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 11

Karl Kunz 1946 

Karl Kunz 1960 in seinem Atelier in der Merianstraße in Frankfurt am Main. Auf der Staffelei "Stilleben mit altem Schreinerwerkzeug". Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 4

Karl Kunz 1960 in seinem Atelier in der Merianstraße in Frankfurt am Main. Auf der Staffelei "Stilleben mit altem Schreinerwerkzeug" 

Sommertag, August 1939, Öl, Bleistift, Leinwand, 12,2 x 13 cm, WV 62. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 31

Sommertag, August 1939, Öl, Bleistift, Leinwand, 12,2 x 13 cm, WV 62 

Stürzende, Juli 1944, Öl, Sperrholz, 85 x 108 cm, WV 76. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 33

Stürzende, Juli 1944, Öl, Sperrholz, 85 x 108 cm, WV 76 

Vor der Stadt, Februar 1946, Öl, Sperrholz, 85 x 122 cm, WV 88. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 34

Vor der Stadt, Februar 1946, Öl, Sperrholz, 85 x 122 cm, WV 88 

Mater Dolorosa, März 1946, Öl, Bleistift, Sperrholz, 122 x 141 cm, WV 89. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 35

Mater Dolorosa, März 1946, Öl, Bleistift, Sperrholz, 122 x 141 cm, WV 89 

Sturz der Requisiten, Juli 1946, Öl, Leinwand, 105 x 125 cm, WV 93. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 36

Sturz der Requisiten, Juli 1946, Öl, Leinwand, 105 x 125 cm, WV 93 

Ruine, August 1946, Öl, Leinwand, 125 x 105 cm, WV 95. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 38

Ruine, August 1946, Öl, Leinwand, 125 x 105 cm, WV 95 

Liebespaar, Öl, Leinwand, 120 x 100 cm, WV 122. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 40

Liebespaar, Öl, Leinwand, 120 x 100 cm, WV 122 

Verkündigung, August 1950, Öl, Leinwand, 120,5 x 100,5 cm, WV 139. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 41

Verkündigung, August 1950, Öl, Leinwand, 120,5 x 100,5 cm, WV 139 

Der unerwartete Gast, Januar 1951, Öl, Hartfaser, 95 x 125 cm, WV 144. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 42

Der unerwartete Gast, Januar 1951, Öl, Hartfaser, 95 x 125 cm, WV 144 

Mädchenbildnis, Dezember 1951, Öl, Hartfaser, 140 x 95 cm, WV 154. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 43

Mädchenbildnis, Dezember 1951, Öl, Hartfaser, 140 x 95 cm, WV 154 

Felswand, Mai 1953, Öl, Hartfaser, 153 x 124 cm, WV 168. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 46

Felswand, Mai 1953, Öl, Hartfaser, 153 x 124 cm, WV 168 

Amore, August 1953, Öl, Hartfaser, 126 x 150,5 cm, WV 172. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 48

Amore, August 1953, Öl, Hartfaser, 126 x 150,5 cm, WV 172 

Kreuzigung, März 1961, Öl, Hartfaser, 129,5 x 170 cm, WV 351. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 61

Kreuzigung, März 1961, Öl, Hartfaser, 129,5 x 170 cm, WV 351 

Buona Notte, Juli 1963, Öl, Hartfaser, 122,5 x 122 cm, WV 431. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 70

Buona Notte, Juli 1963, Öl, Hartfaser, 122,5 x 122 cm, WV 431 

Damenbildnis, 1964, Öl, Collage, Hartfaser, 130 x 100 cm, WV 445. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 75

Damenbildnis, 1964, Öl, Collage, Hartfaser, 130 x 100 cm, WV 445 

Komposition mit Collagen, August 1970, Öl, Collage, Hartfaser, 128,5 x 112 cm, WV 599. Foto aus: Karl Kunz. Großes Welttheater. Augsburg 2005, S. 93

Komposition mit Collagen, August 1970, Öl, Collage, Hartfaser, 128,5 x 112 cm, WV 599 

Kunz, Karl

Letzte Änderung: 03/05/2016

Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung "Karl Kunz", am 22. Januar 2006

Kunstverein Dillingen im Alten Schloß

 

Der Maler Karl Kunz ist mit seiner Heimatstadt Augsburg und den dortigen Kunstsammlungen eng verbunden: Bereits kurz nach Kriegsende präsentierte er zwischen 1946 und 1947 seine Werke mehrfach im Schaezlerpalais, darunter die Sammelausstellungen „Maler der Gegenwart I“, „Augsburger Maler I“ und „Extreme Malerei“. Es folgten Beteiligungen an der Großen Schwäbischen Kunstausstellung 1949, den Salonausstellungen von 1963 und 1965 sowie die Einzelausstellungen von 1983 im Zeughaus und 1995 im Schaezlerpalais, mit denen die Stadt Augsburg sein Werk erstmals monographisch würdigte. Auch im Saarland war Kunz immer wieder in Ausstellungen etwa des Saarland Museums vertreten (dort in Ausstellungen des Saarländischen Künstlerbundes 1959, 1963, 1964, 1966 usw.).

Karl Kunz ist am 23. November 1905 in Augsburg geboren. Er wuchs in einem streng katholischen Elternhaus auf, besuchte 1914 das Benediktinergymnasium St. Stephan in Augsburg. Mit vierzehn nahm er bereits privaten Malunterricht bei dem Kunstmaler Gustav E. Schmidt. 1921 siedelte er nach München über, bildete sich autodidaktisch weiter und bemühte sich vergebens um die Aufnahme an der  Münchner Kunstakademie.
1927 zog Kunz als freischaffender Künstler nach Berlin, nach einer tiefgreifenden Lebenskrise gelang es ihm 1930 in Halle wieder Fuß zu fassen, wo er Meisterschüler und Assistent von Prof. Erwin Hahs an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein wurde. 1932 heiratete er die Historikerin Ilse Lack. Nachdem diese 1933 ihrem jüdischen Professor Fluchthilfe leistete, wurde Kunz aus der Kunstgewerbeschule entlassen und erhielt Malverbot, d. h. er zählte fortan zu den „entarteteten Künstlern“.

 

Kunz kehrte schließlich mit seiner Familie nach Augsburg zurück und übernahm den elterlichen Furnierhandel. Dort erlebte er die Bombardierung der Stadt und die Zerstörung seines Ateliers (hierbei wurde nahezu sein gesamtes bis dahin entstandenes Werk vernichtet). Nach dem Krieg wurde Henry Gowa, der Gründungsdirektor der neuen Kunstschule in Saarbrücken auf Kunz aufmerksam. Der Hamburger Maler Gowa, der die Kriegsjahre in Südfrankreich verbracht hatte, war seit Sommer 1946 im Amte und suchte nach unvorbelasteten Lehrkräften. Kunz übernahm eine Malklasse und unterrichtete gemeinsam mit Boris Kleint die Grundlehre, die das Fundament jeglicher künstlerischer Ausbildung an der Schule darstellte.

 

Im September 1948 erhielt Kunz erstmals die Gelegenheit die Ergebnisse seiner Lehrmethode in einer Ausstellung unter dem Titel „Junge Menschen lernen malen“ darzustellen. Diese Ausstellung, die 132 Arbeiten umfasste, wurde in Augsburg, Ulm und Darmstadt mit großer Publikumsresonanz gezeigt. Aufgrund von persönlichen und instituionell bedingten Querelen wurde Kunz schließlich im Sommer 1949 überraschend entlassen. Vier Jahre später, im Jahre 1953, zog Kunz dann mit seiner Familie nach Weilburg an der Lahn, da seine Frau dort eine Anstellung als Studienrätin erhalten hatte. 1954 beteiligte sich Kunz mit mehreren Werken im deutschen Pavillon der Biennale in Venedig, darunter "Der unerwartete Gast" und "Das Liebespaar", beide inzwischen im Besitz der Kunstsammlungen. Von Weilburg aus zog es Kunz in die Großstadt Frankfurt am Main, wo er bis zu seinem Tode 1971 lebte und arbeitete.

Karl Kunz war ein von innerer Schaffenskraft getriebener Maler, der sich nur selten zu seinen künstlerischen Absichten äußerte. In einem Brief an seine Schülerin Almuth Hickel schrieb er 1969: „[...] ich muß größtmögliche Ruhe in mir erzeugen. [...] Der Umstand, dass in meinem Werk sehr viel Bewegung, Unruhe, Agression, Tumult und Euphorie herrscht, bedeutet keinen Widerspruch. Alles das lebt in mir, geht durch mich hindurch u. ich habe es rings um mich herum. Da ich nun Maler bin, habe ich denn ein Bild zu geben, so, wie die Welt sich mir zeigt, wie sie mich heimsucht, fasziniert und beglückt“ (Schmoll gen. Eisenwerth, 1996, S. 21).


Karl Kunz nimmt mit dieser sehr subjektiven Weltsicht in der süddeutschen Nachkriegskunst eine wichtige, gegenüber dem Dogma der Abstraktion stehende Gegenpositition ein: Während auf der einen Seite Maler wie Willi Baumeister, Max Ackermann oder Fritz Winter – um nur einige wenige wichtigte Vertreter dieser Zeit zu nennen, die die abstrakte Malerei zu einem Höhepunkt im Deutschland der Nachkriegszeit führten –, nimmt Kunz eine ganz andere, dem Gegenständlichen verhaftete künstlerische Position ein. Er verarbeitete in seiner Malerei sowohl Elemente des Kubismus, wie auch des Surrealismus und fand zu einem eigenen „wohlkomponierten Chaos“, wie Josef Adolf Schmoll gen. Eisenwerth in seinem einleitenden Beitrag des Werkverzeichnisses von 1996 eine Grundkonstante im Werk von Kunz überschrieb. Seine oft buntfarbigen Kompositionen sind verdichtete kulissenhafte Bildräume, deren bühnenhafter Charakter und breitangelegte Themenvielfalt dem Betrachter ostentativ gegenüber treten und ihm eine Art „Welttheater“ vorführen (Karl Kunz, Ausstellungskatalog, 2005).


Kunz behandelte vielfältige Themen: so zeigt etwa seine Komposition Sommertag von 1939 eine geradezu bukolische Landschaft, die in dieser Zeit noch Kontinuitäten, landschaftlich zusammenhängende Flächen aufweist, auf der sich Figurationen verteilen, die nichtzuletzt an bekannte Topoi abendländischer Kunst erinnern, hier in diesem Falle etwa an Manets berühmtes Déjeuner sur l’herbe, einer Ikone der Modernen Kunst. Kunz studierte sehr genau die alten Meister und die damalige Moderne, schöpft aus deren Formenfundus und synthetisiert diese Fundstücke zu eigenständigen Bildschöpfungen. Diese Versatzstückhaftigkeit ist eine wichtige Kompositionsweise von Kunz, die sich durch sein gesamtes Schaffen zieht.

 

Waren seine frühen Kompositionen noch von klar umgrenzten, dreidimensional aufgefassten Formen bestimmt, so werden die späteren Werke immer kulissenhafter und zweidimensionaler, verwobener, sie erscheinen geradezu dicht angefüllt mit zahllosen Requisiten, Architekturfragmenten, Körpersplittern und sogar mit echten Fotos und Bildern, die als Collage eingefügt werden. Diese besondere Fähigkeit architektonische Zusammenhänge zu schaffen, die instabil, fragil, ja geradezu dekonstruktivistisch anmuten, ist ein weiteres wesentliches Gestaltungsmerkmal seiner Kunst. In seinen großformatigen Formenkonglomeraten nistet sich auch die Farbe als Instabilität schaffendes Medium mit ein. Hierbei bilden zunächst dunkle Farbwerte, wie Braun- und Schwarz die Grundlage, während lichte helle Töne sowie grelle Kontraste sich häufig mit den Gegenständen verbinden. Die hieraus resultierende Mannigfaltigkeit erzeugt eine Unruhe, die auch die seelische Verfassung des Malers wiederspiegelt. Folglich affizieren seine Bildwelten den Betrachter, der sich in den Kompositionen orientieren muss, dessen Auge im Bild umherwandert, der suchend die kulissenhafte Bildwelt erforscht.

Formalkompositiorisch greift Kunz – wie erwähnt - auf die kubistische Formensprache zurück, mit der Gegenstände auf ihren jeweiligen geometrischen Grundgehalt hin untersucht werden. Das Übertragen des dreidimensionalen Gegenstandes auf die zweidimensionale Leinwand durch polyperspektivisches Sehen ist gerade in seinen frühen Kompositionen konsequent umgesetzt. Etwa die Stürzende von 1944, die Darstellung eines Bombenangriffes, bezieht sich auf Guernica, Picassos weltbewegendes Antikriegsbild von 1937, das Kunz in Gestalt von Reproduktionen kannte. In geometrisch, kantiger Formenreduktion stellt Kunz  - ganz wie Picasso - die Welt gewissermaßen auf den Kopf und zeigt durch verstümmelte und aperspektivische Formen den Untergang im Bombenterror und affiziert den Betrachter nachhaltig mit diesem Schockerlebnis.

 

Zu seinem 100. Geburtstag bietet die von  den Kunstsammlungen und Museen Augsburg konzipierte Gedächtnisausstellung  „Karl Kunz – Großes Welttheater“  einen umfassenden Überblick über sein künstlerisches Schaffen.  In dem bereits zitierten Brief schreibt Karl Kunz zu seiner künstlerischen Position: „Die heutige Kunst ist wahrhaftig abstrakt, denn sie nimmt dem Künstler die Möglichkeit der Selbstdarstellung und der Darstellung der Welt, in die er gestellt und von der er heimgesucht ist. [...] Gewiss sehen diese jungen Künstler in mir den konventionellen  Maler und mitunter das Bäuerchen vom Lande. Aber das beunruhigt mich nicht, denn ich habe im Laufe der Jahrzehnte nach meinem Vermögen das Feld abgesteckt und versuche es zu besiedeln.“ (Schmoll gen. Eisenwerth, 1996, S. 21)

 


Christof Trepesch

 

 

 

Biografie

1905 geboren in Augsburg

1919-21 Unterricht bei dem Maler Gustav E. Schmidt

1921-26 autodidaktische Weiterbildung in München, Gast an der Schule für Bildende Kunst, Hans Hofmann

1927 freischaffender Künstler in Berlin

1930-33 Meisterschüler und Assistent bei Prof. Erwin Hahs an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale

1933 Verhaftung durch Gestapo, Entlassung aus der Kunstschule, Malverbot

1934 Rückkehr nach Augsburg, Übernahme des elterlichen Furnierhandels, arbeitet weiter heimlich als Maler

1939 bei Kriegsausbruch als Sanitäter eingezogen

1944 Verlust des gesamten malerischen Werkes bis auf 29 Ölgemälde, 3 Holzreliefs und 2 Holzplastiken

1947 Lehrauftrag an der Staatlichen Kunstschule für Kunst und Handwerk, Saarbrücken

1949 unerwartete Kündigung

1951 1. Dominik-Preis

1953 Übersiedlung von Augsburg nach Weilburg/Lahn

1957 Atelier in Frankfurt/Main

1959/60 Gastdozentur an der Staatlichen Werkkunstschule Saarbrücken

1961-66 Reisen nach Paris, Spanien, Italien

1969 Ehrengast der Villa Massimo, Rom

1971 gestorben in Frankfurt/Main

 

Karl Kunz war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes, der Münchner "Neuen Gruppe", der Neuen Darmstädter Sezession, der Frankfurter Sezession und der Pfälzischen Sezession

 

 

 

Ausstellungen

Einzelausstellungen

1950 Galerie Günther Franke, Villa Stuck, München

1953 Schaezler-Palais, Augsburg

1959 Kunsthalle Darmstadt

1961 Galerie Dorothea Loehr, Frankfurt/Main

1963 Galerie Elitzer, Saarbrücken; Hessischer Rundfunk, Frankfurt/Main

1965 Galerie Holzinger, Wiesbaden; Galerie im Mirabell-Casino, Salzburg

1966 Kunstverein Ulm, Rathaus Ulm; Pfalzgalerie Kaiserslautern; Karmeliterkloster Frankfurt/Main

1967 Galerie Wolfgang Ketterer, Villa Stuck, München; Galerie Gmurzynska, Köln; Kabinett I, Wiesbaden

1968 Galerie Steinbacher Hohl, Frankfurt/Main

1970 Galerie Stendahl, Mailand; Villa Massimo, Rom

1971 Kunstverein Augsburg, Holbeinhaus; Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt/Main; Galerie Margot Ostheimer, Frankfurt/Main

1972 Klingspor-Museum, Offenbach/Rhein

1973 Pfalzgalerie Kaiserslautern

1974 Galerie im Rahmhof, Frankfurt/Main; Kunsthalle Darmstadt

1975 Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus; Studio R (Galerie Rödel), Mannheim

1979 Kunstverein Friedberg/Hessen; Kreissparkasse Esslingen-Nürtigen

1980 Theater am Ring, Saarlouis

1983 Zeughaus, Augsburg

1992 Galerie Schamretta, Frankfurt/Main

1994 Galerie Ketterer Kunst, München

1995 Schaezler-Palais, Städtische Kunstsammlungen Augsburg

1997 Hallescher Kunstverein, Halle/Saale

2005 Zeughaus und Theater-Foyer, Augsburg

2006 Kunstverein Dillingen im Alten Schloß

2007 Saarländische Galerie, Palais am Festungsgraben, Berlin

2008 Galerie Irmgard Schamretta, Frankfurt/Main; Kunstforum Halle, Halle/Saale

2009 Kunstforum Halle, Halle/Saale; Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken

 

Ausstellungsbeteiligungen

1928 "Juryfreie Kunstschau", Lehrter Bahnhof, Berlin

1929 "Juryfreie Kunstschau", Lehrter Bahnhof, Berlin

1945 "Malerei der Gegenwart", Schaezler-Palais, Augsburg

1946 "Augsburger Maler – eine Übersicht", Schaezler-Palais, Augsburg; "Neue Deutsche Kunst", Ausstellungsgebäude Mainaustraße, Konstanz; "Allgemeine Deutsche Kunstausstellung", Stadthalle Nordplatz, Dresden

1947 "Extreme Malerei", Augsburg, Stuttgart, Karlsruhe; "Kunst mit neuen Augen", Städtische Kunstsammlungen, Nürnberg, Regensburg; "Künstlerverband Neue Gruppe I.", Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; "Bavarian Art of Today", Bayerisches Nationalmuseum, München

1948 "Künstlerverband Neue Gruppe II", Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; "Bund saarländischer Künstler", Saarbrücken; "Junge Menschen lernen malen", Schaezler-Palais, Augsburg

1949 "Zweite Deutsche Kunstausstellung", Stadthalle Nordplatz, Dresden

1950 "Das Menschenbild in unserer Zeit", Neue Darmstädter Sezession, Darmstadt

1951 "Pfälzische Sezession", Historisches Museum der Pfalz, Speyer; Badischer Kunstverein, Karlsruhe

1952 Saarlandmuseum, Saarbrücken

1953 Schaezler-Palais, Augsburg

1954 La Biennale di Venezia, Venedig

1955 Kunstverein Darmstadt

1957 "Neue Darmstädter Sezession", Mathildenhöhe, Darmstadt 

1959 Städtisches Museum Wiesbaden; Herbstausstellung Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken

1960 Herbstausstellung Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken

1961 Moderne Galerie des Saarlandmuseums, Saarbrücken; Galerie Dorothea Loehr, Frankfurt/Main

1963 "Saarländischer Künstlerbund", Kultusministerium Saarbrücken; "Frühjahrs Salon", Rathaus Augsburg; "Frankfurter Sezession", Steinernes Haus am Römer, Frankfurt/Main

1964 "Deutscher Künstlerbund", Hochschule der Bildenden Künste Berlin; "Erste Internationale

der Zeichnung", Mathildenhöhe, Darmstadt; Jahresausstellung Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken

1965 "Frankfurter Salon", Steinernes Haus, Frankfurt/Main

1966 Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken

1967 "Traum und Wirklichkeit", Galerie Gmurzynska, Köln; "Ars Phantastica", Schloss Stein, Nürnberg; Badischer Kunstverein und Deutscher Künstlerbund, Alte Markthalle, Karlsruhe

1968 "Menschenbilder", Kunsthalle Darmstadt; Ausstellung Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken

1969 "35 Künstler in Frankfurt", KunstvereinFrankfurt

1971 "Kölner Kunstmarkt", Galerie Appel und Fertsch, Köln; Saarländischer Künstlerbund und neue gruppe saar, Moderne Galerie, Saarbrücken

1975 Jahresausstellung Saarländischer Künstlerbund, Moderne Galerie des Saarlandmuseums, Saarbrücken; "Neomanierismus", Frankfurter Westend Galerie

1976 Moderne Galerie, Saarbrücken

1977 "Drei Jahrzehnte Neue Gruppe", Haus der Kunst München; Jahresausstellung Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken

1980 "Zwischen Krieg und Frieden", Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus Frankfurt/Main

1981 Mathildenhöhe, Darmstadt

1984 Münchner Stadtmuseum

1988 "Stationen der Moderne", Martin-Gropius-Bau, Berlin

1993 Staatliche Galerie Moritzburg, Halle/Saale

2004 "Die Frankfurt Sezession 1953-1966", Frankfurt/Main

2005 "Facette Figur", Kunsthalle Darmstadt

2008 "Holz Art", Kunstforum Halle/Saale; "verboten – weil entartet", Landratsamt Esslingen

2012 "Saarland Kunst der 50er Jahre", Saarland.museum, Saarbrücken

2014 "Standpunkte 40 Jahre Künstlergruppe Untere Saar", Museum Haus Ludwig, Saarlouis

 

 

Werke in Sammlungen

  • Bayerische Staatsgemäldesammlung, Augsburg, München
  • Domnick-Stiftung, Nürtigen
  • Hessisches Landesmuseum, Kassel
  • Morta-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft,Freiburg im Breisgau
  • Oberhessisches Museum, Gießen
  • Pfalzgalerie, Kaiserslautern
  • Staatliche Galerie Moritzburg, Halle/Saale
  • Städtische Galerie im Städelschen Kunstinstitut,Frankfurt/Main
  • Städtische Kunstsammlungen Augsburg
  • Städtische Kunstsammlungen Darmstadt
  • Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarbrücken
  • Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen

 

 

 

Bibliografie

Monografien

  • Ulrich Gertz: Zum Werk von Karl Kunz. Darmstadt 1959
  • Max Bense: Karl Kunz. Einundsechzig Illustrationen zum Inferno der Göttlichen Komödie des Dante Alighieri. Bergisch Gladbach 1965
  • Karl Kunz. Gemälde und Zeichnungen. Ausstellungskatalog Pfalzgalerie, Kaiserslautern 1966.
    Darin: J. A. Schmoll gen. Eisenwerth: Worte zur Eröffnung der Ausstellung.
  • Karl Kunz. Bilder und Zeichnungen. Ausstellungskatalog Ulmer Kunstverein, Ulm 1966.
    Darin: Ulrich Gerz: Zum Werk von Karl Kunz.
  • Karl Kunz. Ausstellungskatalog Galerie Margot Ostheimer, Nr. 10, Frankfurt 1971.
    Darin: Dieter Hoffmann: Letzte Zeichnungen von Karl Kunz.
  • Karl Kunz. Gemälde und Zeichnungen. Ausstellungskatalog Kunsthalle Darmstadt 1974.
    Darin: J. A. Schmoll gen. Eisenwerth: Ansprache bei der Eröffnung der Ausstellung
  • Karl Kunz am 14. Februar 1959 in der Kunsthalle Darmstadt; Robert D'Hooghe: Die große Metapher Welt. Das Werk des Malers Karl Kunz.
  • Karl Kunz. Ölbilder und Graphik. Ausstellungskatalog Galerie im Rahmhof, Frankfurt am Main 1974.
    Darin: Ulrich Gerz: Einige Andeutungen zum Werk des Malers Karl Kunz.
  • Karl Kunz. Blasphemisches und Erotisches. Ausstellungskatalog Frankfurter Kunstverein, Frankfurt/Main 1975.
    Darin: Peter Gorsen: Zur hedonistischen und satanistischen Tradition der Kunst; Ilse Kunz: Skizze eines Künstlerlebens.
  • Ulrike Schmidt: Der Maler und Graphiker Karl Kunz – Leben, Werke und deren Bedeutung. Saarbrücken 1982
  • Karl Kunz. Ausstellungskatalog Galerie Schamretta, Frankfurt/Main 1992.
    Darin: Roswitha Nees: Kalkül und Ekstase. Beobachtungen zum Werk von Karl Kunz.
  • Karl Kunz 1905-1971. Werkverzeichnis der Gemälde und Skulpturen, bearbeitet von Claudia Denk und Christina Krügl auf der Basis des Oeuvre-Archivs von Michael Kunz, mit einer Einführung von J. A. Schmoll gen. Eisenwerth, München 1996
  • Karl Kunz, Malerei und Zeichnungen. Hallescher Kunstverein, Halle (Saale) 1997.
    Darin: Hans-Georg Sehrt: "… gemacht von dem Dreiklang Ingenium, kunstfertiger Hand und nüchternem Kopf".
  • Karl Kunz. Großes Welttheater. Katalog der Kunstsammlungen und Museen Augsburg 2005. Darin: Renate Miller-Gruber: Karl Kunz – Körperformen
  • Karl Kunz. 15 Gemälde zum 100. Geburtstag des Augsburger Künstlers. Ausstellungskatalog Foyer des Theaters Augsburg. Augsburg 2006.
    Darin: Wolfgang Kunz: Ein Künstlerleben.
  • Karl Kunz 1905-1971. Retrospektive in der Saarländischen Galerie – Europäisches Kulturforum e.V., Palais am Festungsgraben. Berlin 2007.
    Darin: Christoph Stölzl: Karl Kunz
  • Karl Kunst. Ein deutscher Surrealist. Retrospektive im Kunstforum Halle. Halle/Saale 2008.
    Darin: Angela Dolgner: Karl Kunz – ein deutscher Surrealist. Ottmar Bergmann: Karl Kunz: Maler und Zeichner einer "Comédie humaine der Passionen".
  • Karl Kunz. Kammerspiele, erotische Zeichnungen. Ausstellungskatalog Galerie Schamretta. Frankfurt/Main 2008.
    Darin: Hans-Jürgen Döpp: Die Qual der Wollust. Zu den "Kammerspielen" von Karl Kunz.
  • Jo Enzweiler (Hg.): Künstlerblatt Karl Kunz. Saarbrücken 2009.
    Darin: J. A. Schmoll gen. Eisenwerth: Rede zur Eröffnung der Ausstellung Karl Kunz im Zeughaus Augsburg 13. März 1983
  • Jo Enzweiler (Hg.): Karl Kunz. Das grafische Werk 1923-1971. Bearbeitet von Wolfgang Kunz. Saarbrücken 2013
    Darin:
    - Jo Enzweiler: Vorwort, S. 5
    - Ottmar Bergmann: Der Maler Karl Kunz - ein Zeichner höchster Eleganz, S. 6-11
    - Ulrike Schmidt-Schwarz: Karl Kunz - das grafische Werk, S. 12-14
    - Einundsechzig Illunstrationen zum Inferno der Göttlichen Komödie des Danta Alighieri, gezeichnet von Karl Kunz und eingeleitet von Max Bense, S. 15-17
    - Das Grafische Werk 1923-1971, zusammengestellt von Wolfgang Kunz, S. 18-207
    - Wolfgang Kunz: Erinnerungen an meinen Vater, S. 208-212
    - Georg Bense: Karl Kunz, Hans Dahlem und die Anderen, S. 213
  • Jo Enzweiler (Hg.): Karl Kunz. Malerei 1921-1970. Bearbeitet von Wolfgang Kunz. Saarbrücken 2015
    Darin:
    - Jo Enzweiler: Vorwort, S. 7
    - Karin Thomas: Karl Kunz - Einzelgänger der Moderne, S. 8-50
    - Malerei 1921-1970, zusammengestellt von Wolfgang Kunz, S. 51-301
    - J. A. Schmoll gen. Eisenwert: Der surrealistische Maler und Zeichner Karl Kunz oder "das wohlkomponierte Chaos", S. 302-311


Sammelschriften

  • Künstlerverband Neue Gruppe, Städtische Galerie München 1947
  • Kunst ohne Knebel. In: Heute, eine illustrierte Zeitschrift, Nr. 16, 1946
  • Peter Eckstein: Münchner Malerei. In: Das Kunstwerk. 1. Jg., 1946/47, Heft 5, S. 42
  • Heinz Trökes: Der Surrealismus. In: Das Kunstwerk, Heft 8/9, 1946/47
  • Juliane Bartsch: Extreme Malerei. In: Aussaat. Zeitschrift für Kunst und Wissenschaft. 1. Jg., 1947, Heft 10/11, S. 56-57
  • Max Picard: Die Diskontinuität der Literatur. In: Prisma. 1. Jg., 1947, Heft 8, S. 38-40
  • J. A. Schmoll gen. Eisenwerth: Junge Menschen lernen malen. Lehrmethode heutiger Bildgestaltung unter der Leitung von Prof. Karl Kunz an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. In: Faltblatt zur 13. Kunstausstellung Schaezler-Palais, Augsburg 1948
  • G. Pommeranz-Liedtke: Die Frage nach dem Bild des Menschen. Betrachtungen zu Bildern der 2. Deutschen Kunstausstellung Dresden. In: Bildende Kunst. 1949, Heft 10, S. 318
  • Juliane Roh: Fünfzig Jahre Malerei im bayerischen Raum. In: Das Kunstwerk. 7. Jg., 1953, Heft 2, S. 15
  • K. F. Ertel: Karl Kunz als Zeichner. In: Die Kunst und das Schöne Heim. Sonderdruck. 1956, S. 334 f.
  • K. F. Ertel (Hg.): Blätter für Grafik und Dichtung. 2. Jg., 2. Folge
  • Herbstausstellung Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken 1959
  • Ulrich Gerz: Zum Werk von Karl Kunz. In: Karl Kunz. Ausstellungskatalog Darmstädter Kunsthalle, Damstadt 1959
  • Herbstausstellung, Saarländischer Künstlerbund, Saarbrücken 1960 und 1961
  • Neuerwerbungen für die Moderne Galerie. Saarbrücken 1961
  • Frühjahrsausstellung, Saarländischer Künstlerbund. Saarbrücken 1963
  • Jahresausstellung Saarländischer Künstlerbund. Saarbrücken 1964
  • Norbert Müller-Dietrich: Der Maler und Zeichner Karl Kunz. In: Saarheimat. 10. Jg., 1966, S. 146-148
  • Ludwig Harig: torsisches barock. Gedicht Karl Kunz gewidmet. In: Saarheimat. 10. Jg., 1966, S. 149
  • Saarländischer Künstlerbund. Saarbrücken 1966
  • Saarländischer Künstlerbund. Saarbrücken 1968
  • Peter Gorsen: Das Bild Pygmalions. Kunstsoziologische Essays. Hamburg 1969, S. 61-64, 67
  • Ferruccio Ulivi: Le Tavole Dantesche di Karl Kunz. Ausstellungskatalog Società Dante Alighieri, Villa Massimo, Rom 1970
  • Juliane Roh: Deutsche Kunst der 60er Jahre. Malerei, Collage, Op-Art, Graphik. München 1971, S. 38
  • Saarländischer Künstlerbund, neue gruppe saar. Saarbrücken 1971
  • Michael Beckert: Moderne Galerie des Saarlandmuseums. In: Saarheimat. 18. Jg., 1974, Heft 7, S. 176
  • Gustav René Hocke: Karl Kunz – Evokative Linie. In: Malerei der Gegenwart. Der Neomanierismus. München 1975, S. 147 ff.
  • Jahresausstellung Saarländischer Künstlerbund. Saarbrücken 1975
  • Moderne Galerie, Saarbrücken 1976
  • Jahresausstellung Saarländischer Künstlerbund. Saarbrücken 1977
  • Gabriele Schultheiß: Von Mythos und seinen Bildern. Krisenbewältigung in der nachkriegsdeutschen Kunst. In: Zwischen Krieg und Frieden. Gegenständliche und realistische Tendenzen in der Kunst nach 45. Frankfurter Kunstverein. Berlin 1980
  • Juliane Roh: Karl Kunz. Zeughaus Augsburg. In: Das Kunstwerk. 36. Jg., 1983, Heft 3/4, S. 174 f.
  • 60 Jahre Saarländischer Künstlerbund, Geschichte und Gegenwart. Saarbrücken 1982
  • Gerhard Finkh: Zen 49. In: Trümmerzeit in München. Ausstellungskatalog Münchner Stadtmuseum. München 1984, S. 117, 431
  • Marcel Brion: L'Art fantastique. Paris 1989
  • Ernst Gerhard Güse (Hg.): Das Saarlandbuch 1991
  • Meinrad Maria Grewenig, Wilhelm Weber (Hg.): 50 Jahre Pfälzische Sezession. Ausstellungskatalog Historisches Museum der Pfalz, Speyer und Schloß Mainau 1995, S. 42-43
  • Lutz S. Malke (Hg.): Dantes Göttliche Komödie. Staatliche Museen zu Berlin. Berlin 2000. Darin: Dieter Scholz: Zwischen Pop und neuer Figuration.
  • Himmel und Hölle. Dantes Göttliche Komödie in der modernen Kunst. Stadtmuseum Erlangen. Erlangen 2004
  • Saarland Kunst der 50er Jahre L'art des Annes 50. Hg. Meinrad Maria Grewenig. Saarbrücken 2012, S. 66-67
  • Standpunkte 40 Jahre Künstlergruppe Untere Saar. Museum Haus Ludwig (Hg.) . Saarlouis 2014, S. 23

 

Homepage

www.karlkunz.de


Quellen

  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Kunz, Karl (Dossier 776)
  • Landesarchiv des Saarlandes, Bestand: E Nachlässe und Sammlungen von Familien und einzelnen Personen , II Einzelne Personen , 2 Künstler, Künstlernachlass Karl Kunz >>>

 

 

Redaktion: Sandra Kraemer


COPYRIGHT ©

Institut für aktuelle Kunst im
Saarland an der Hochschule
der Bildenden Künste Saar

Choisyring 10
66740 Saarlouis
49 (0) 6831 - 460 530

Facebook

Besuchen Sie uns auf facebook

Ihre Partner für Typo3 - Saar - Saarland - Saarbrücken

Dieses Projekt wird gefördert durch ZMP Solutions Gmbh - Saarbrücken.