Nikolaus Lauer, Selbstbildnis mit Tochter Regina, 1795/96, Pastell auf Pergament, 61 x 48,7 cm. Foto: Bettina Bünte, Stuttgart

Selbstbildnis mit Tochter Regina, 1795/96, Pastell auf Pergament, 61 x 48,7 cm 

Nikolaus Lauer, Maria Louisa Rittmann, 1782, Pastell auf Papier, Heidelberg, Kurpfälzisches Museum. Foto: Heidelberg, Kurpfälzisches Museum

Maria Louisa Rittmann, 1782, Pastell auf Papier, Heidelberg 

Nikolaus Lauer, Philipp Lauer, Vater des Künstlers, um 1785, Pastell auf Papier, 37,5 x 30,5 cm, Stadtmuseum St. Wendel, Foto: Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Philipp Lauer, Vater des Künstlers, um 1785, Pastell auf Papier, 37,5 x 30,5 cm 

Nikolaus Lauer, Susanna Lauer, geb. Hallauer, Mutter des Künstlers, um 1785, Pastell auf Papier, 37,9 x 30 cm, Stadtmuseum St. Wendel, Foto: St. Wendel, Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Susanna Lauer, geb. Hallauer, Mutter des Künstlers, um 1785, Pastell auf Papier, 37,9 x 30 cm 

Nikolaus Lauer, Maria Anna Josepha, Herzogin von Bayern, kurz vor 1790, Pastell auf Pergament, 42 x 33 cm, Speyer, Historisches Museum der Pfalz, Inv.-Nr. HM 24 und BS 1265, Foto: Speyer, Historisches Museum der Pfalz

Maria Anna Josepha, Herzogin von Bayern, kurz vor 1790, Pastell auf Pergament, 42 x 33 cm 

Nikolaus Lauer, Friedrich Adam Oeser, um 1796, Pastell auf Pergament, 52 x 40 cm, Halberstadt, Gleimhaus, Foto: Halberstadt, Gleimhaus

Friedrich Adam Oeser, um 1796, Pastell auf Pergament, 52 x 40 cm 

Nikolaus Lauer, Friedrich Siegmund Mangelsdorf, zwischen 1794 und 1797, Kupferstich von A. W. Böhm nach Nikolaus Lauer, nach 1813, Bl. 28,8 x 21,1 cm, Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum, Foto: Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum, Portraitsammlung

Friedrich Siegmund Mangelsdorf, zwischen 1794 und 1797, Kupferstich von A. W. Böhm nach Nikolaus Lauer, nach 1813, Bl. 28,8 x 21,1 cm 

Nikolaus Lauer, Louis de Silvestre-le-Jeune, Kopie nach Anton Raphael Mengs, 1795/96, Pastell auf Pergament, 46,5 x 36 cm, Privatbesitz, Foto: St. Wendel, Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Louis de Silvestre-le-Jeune, Kopie nach Anton Raphael Mengs, 1795/96, Pastell auf Pergament, 46,5 x 36 cm 

Nikolaus Lauer, Königin Louise von Preußen, 1798, Pastell auf Pergament, 48 x 36,5 cm, SPSG, Schloss Pfaueninsel, Berlin. Foto: St. Wendel, Stadtarchiv, Fotosammlung Werner Laeis

Königin Louise von Preußen, 1798, Pastell auf Pergament, 48 x 36,5 cm 

Nikolaus Lauer, Königin Louise von Preußen, 1798, Pastell auf Pergament, Oval, 50 x 39 cm, SPSG, Schloss Charlottenburg, Berlin. Foto: Potsdam, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Königin Louise von Preußen, 1798, Pastell auf Pergament, Oval, 50 x 39 cm 

Nikolaus Lauer, Friedrich Wilhelm III., 1798, Pastell auf Pergament, Oval, 50 x 39 cm, SPSG, Schloss Charlottenburg, Berlin. Foto: Potsdam, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Friedrich Wilhelm III., 1798, Pastell auf Pergament, Oval, 50 x 39 cm 

Nikolaus Lauer, Friedrich Nicolai, 1800 oder zuvor, Pastell auf Pergament, 49,5 x 39 cm, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin

Friedrich Nicolai, 1800 oder zuvor, Pastell auf Pergament, 49,5 x 39 cm 

Nikolaus Lauer, Antonie Brentano, geb. Birkenstock mit Sohn Georg und Tochter Fanny, 1809, Pastell auf Pergament, 51,5 x 39 cm, Bonn, Beethoven-Haus (Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland), Foto: Bonn, Beethoven-Haus

Antonie Brentano, geb. Birkenstock mit Sohn Georg und Tochter Fanny, 1809, Pastell auf Pergament, 51,5 x 39 cm 

Nikolaus Lauer, Johann Carl Anton Cetto, Maire von St Wendel, Ritter der Ehrenlegion, um 1811, Pastell auf Pergament, 49,5 x 38 cm, Stadtmuseum St. Wendel, Foto: St. Wendel, Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Johann Carl Anton Cetto, Maire von St Wendel, Ritter der Ehrenlegion, um 1811, Pastell auf Pergament, 49,5 x 38 cm 

Nikolaus Lauer, Magdalena Cetto, geb. Kleutgen, um 1811, Pastell auf Pergament, 49,5 x 38 cm, Stadtmuseum St. Wendel, Foto: St. Wendel, Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Magdalena Cetto, geb. Kleutgen, um 1811, Pastell auf Pergament, 49,5 x 38 cm 

Nikolaus Lauer, Amelie Susanna Margaretha Cetto, Tochter des Maire Johann Carl Anton Cetto, 1812/13, Pastell auf Pergament, 45 x 36 cm, Privatbesitz, Foto: St. Wendel, Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Amelie Susanna Margaretha Cetto, Tochter des Maire Johann Carl Anton Cetto, 1812/13, Pastell auf Pergament, 45 x 36 cm 

Nikolaus Lauer, Johann Conrad Geiß, Juwelier und Inhaber einer Eisengießerei in Berlin, 1816, Pastell auf Pergament, 55 x 43 cm, Privatbesitz, Foto: Privat

Johann Conrad Geiß, Juwelier und Inhaber einer Eisengießerei in Berlin, 1816, Pastell auf Pergament, 55 x 43 cm 

Nikolaus Lauer, Friedrich Philipp Stumm, nach 1816, Pastell auf Pergament, 48 x 38 cm, Privatbesitz, Foto: Foto: St. Wendel, Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Friedrich Philipp Stumm, nach 1816, Pastell auf Pergament, 48 x 38 cm 

Nikolaus Lauer, Tekla Gräfin Vitzthum von Eckstädt, um 1820, Pastell, 50 x 40 cm, Privatbesitz, um 1820, Foto: St. Wendel, Stadtmuseum St. Wendel (Raphael Maaß)

Tekla Gräfin Vitzthum von Eckstädt, um 1820, Pastell, 50 x 40 cm 

Nikolaus Lauer, Selbstbildnis, 1820er Jahre, Pastell auf Pergament, 41,5 x 33,5 cm, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarlandmuseum, Alte Sammlung, Foto: Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarlandmuseum

Selbstbildnis, 1820er Jahre, Pastell auf Pergament, 41,5 x 33,5 cm 

Lauer, Nikolaus

Letzte Änderung: 01/02/2014

Nikolaus Lauer wurde am 22. Juli 1753 in St. Wendel als Sohn des St. Wendeler Stellmachers Philipp Lauer (1710-1792) und der Susanna Lauer geb. Hallauer (1714-1792) geboren.

Über die ersten Jahre der Ausbildung des Malers ist wenig bekannt. Bislang ist ungeklärt, ob Lauer bereits eine erste Einführung in künstlerisches Arbeiten in seiner Heimatstadt erhielt. Auch für eine Ausbildung in Trier gibt es bislang keinen Nachweis. Plausibel ist die Überlieferung Bettingens, dass der Bad Kreuznacher Salinendirektor Schmalz 1778 den auf Wanderschaft befindlichen Maler an die Mannheimer Zeichnungsakademie vermittelte, wo sein Aufenthalt 1781 dokumentiert ist: Er wird dort am Ende seiner Ausbildung mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Unter Karl Theodor von der Pfalz war in der Residenzstadt Mannheim ein für angehende Künstler in jeder Hinsicht bereicherndes Klima entstanden. Die Druckgraphik blühte in Mannheim auf, wo Kupferstecher wie Anton Karcher und Heinrich Sintzenich tätig waren. Seine abschließende Ausbildung könnte Lauer hier bei Heinrich Carl Brandt erhalten haben, Johann Wilhelm Hoffnas (1728-1779) konnte ihn auf die Kunst des Anton Raffael Mengs aufmerksam gemacht haben. Bereits in Mannheim entstanden erste Bürgerportraits. Die Bildnisse des kurpfälzischen Konsistorialsekretärs Johann Eberhard Rittmann (datiert 1782) und seiner Gattin Maria Louisa Rittmann sind die frühesten Gemälde, die von Lauer bekannt sind.

Nach seinen Studienjahren kehrte Lauer zunächst nach St. Wendel zurück, wo er ab 1782 bezeugt ist und als Maler seinen Lebensunterhalt verdiente. Er zog bald nach Blieskastel, Residenz der Reichsgräfin Marianne von der Leyen, wo er am 4. Juli 1786 Katharina Lamarche, Tochter des Kaufmanns Toussaint Lamarche, heiratete. Zwei Kinder kamen zur Welt, Philipp (1787-1790) und Maria Regina (1789-1838).

In Blieskastel unterhielt Lauer engen Kontakt zu dem Maler Nikolaus Greff, wird auch mit dem Maler Christoph Fesel und zu dem Zweibrücker Hofmaler Johann Christian von Mannlich in Verbindung gestanden haben. Der Umfang der Arbeit Lauers für den Blieskasteler Hof lässt sich nur schwer einschätzen; ein Bildnis der Marianne von der Leyen (Wiercinski 2004, WV 5) zeigt durchaus stilistische Merkmale seiner Malerei. Darüber hinaus portraitierte Lauer wohl einige wohlhabende Bürger der kleinen Residenzstadt. Aus dieser Schaffensphase erhalten sind die altmeisterlichen Bildnisse der Eltern.

Bereits von Blieskastel aus stand er in Kontakt mit dem Zweibrücker Hof, denn noch bevor Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken ihn am 14. November 1791 zu seinem "Hofportraitenmahler" ernannte, erhielt er von dort bereits seit 1787 mehrere Aufträge, darunter auch das entstandene Bildnis der Anna Maria Josepha Herzogin von Bayern. Infolge des Übergreifens der Französischen Revolution auf das Territorium des Herzogtums im Februar 1793 floh der Zweibrücker Hof nach Rohrbach bei Heidelberg, und mit ihm Lauer mit seiner Familie.

Am 29. Juli 1794 aus den Diensten des Herzogs entlassen, zog der Künstler mit seiner Familie nach Leipzig, wo er bezeichnenderweise zunächst in den "Baraquen vor dem Thomaspförtchen" wohnte. Der Tod seiner Ehefrau Katharina am 25. November 1794 überschattete den offenbar entbehrungsreichen Neubeginn. In der prosperierenden Messestadt konnte Lauer jedoch schnell wieder Fuß fassen und seine neue Klientel finden. So portraitierte er Kaufleute, Professoren und Künstler, etwa den Maler Friedrich Adam Oeser oder den Komponisten und Verleger Franz Anton Hoffmeister, wohl in dieser Zeit schuf er auch das Bildnis des Leopold Friedrich Franz, Fürst zu Anhalt Dessau. Es entstand sein "Selbstbildnis mit Tochter Regina", das Lauer 1796, neben dem Bildnis Friedrich Adam Oesers und dem Portrait des Dresdener Akademiedirektors Pechwell, in Dresden in der Akademieausstellung zeigte.

Lauer lebte damals auch für einige Zeit in Dresden, wo er sich in der Gemäldegalerie an Werken von Liotard ("Schokoladenmädchen") und Mengs (Bildnis des Louis des Silvestre) schulte. Unter dem Eindruck der Malerei Anton Graffs und Anton Raphael Mengs’ wandelte sich Lauers Stil hin zu großzügigem Fluss der Linien, klaren Formen und klarer Silhouettenwirkung. Lauers Malerei öffnete sich dem Klassizismus.

Erstaunlich schnell fasste Lauer auch in Berlin Fuß: 1797 noch in Leipzig gemeldet, datieren bereits 1798 erste Stiche nach seinen Portraits der Königin Luise. Die Entscheidung für einen Umzug nach Berlin fiel womöglich auf Anraten des Kupferstechers und Akademieprofessors Heinrich Sintzenich (1752-1812), der sich damals in Dresden aufhielt und mit dem Lauer im Folgenden in Berlin eng zusammenarbeitete. Sintzenich wird Lauer in Berlin an die Hofbeamten, Minister und bedeutenden Bürger Berlins weiterempfohlen haben, und auch das preußische Königshaus wurde offenbar rasch auf ihn aufmerksam. Sofort beschickte Lauer auch die Berliner Akademieausstellungen mit seinen Pastellen und mit Miniaturen.


Trotz der vielen am preußischen Hof beschäftigten, namhaften Portraitmaler und -malerinnen (Vigée le Brun, Weitsch, J. H. Tischbein, Schröder) konnte Lauer sich auf Dauer behaupten. Über die Qualität seiner Luise-Portraits schrieb Daniel Chodowiecki (1726-1801) an Anton Graff: "Man hat noch keinen recht ähnlichen Kupferstich von der Königinn. Das ähnlichste Bild von ihr ist von Lauer aber in seiner harten u[nd] steiffen Manier. [...]" Lauer hat mit seinen Portraits der Königin Luise in Dreiviertelprofil in Halbfigur, mit blauer Haube, weißem Chemisenkleid und blauem Schal durchaus einen Typus geprägt, der auf Johann Gottfried Schadows Büste (1795) der Königin zurückgeht. In offenbar großer Zahl hat Lauer seine Bildnisse des Königspaares wiederholt. Oftmals wurden seine Pastelle auch als Stiche reproduziert, seine Bildnisse der Königin Luise in Pastell kopiert, etwa von Paul Joseph Bardou (1745-1814) und vermutlich auch von Darbes. Lauer hat seine Pastelle nicht signiert. Etliche seiner Gemälde, die heute verloren sind, sind uns jedoch immerhin durch Stiche überliefert und lassen sich durch deren Beischriften Lauer zuschreiben.

Durch seinen Erfolg als Maler bei Hof und Portraitist der wohlhabenden Berliner Bürgerschicht hatte er sich ein beträchtliches Vermögen erworben und wohnte schließlich 1803 "Unter den Linden 59".

1806 kehrte Nikolaus Lauer nach St. Wendel zurück, als die Napoleonischen Kriege Berlin zu erreichen drohten und viele seiner Auftraggeber, angesichts des bevorstehenden Einnahme Berlins, die Stadt bereits verlassen hatten. St. Wendel gehörte mittlerweile zum französischen Saardepartement und erlebte eine wirtschaftliche Blüte. So zählten nun zu seiner Klientel Kaufleute, Bankiers, Fabrikanten und Politiker, u.a. die Familien Cetto, Stumm, Karcher und Böcking, Röchling und Vopelius. Er beschränkte sich nicht auf die nähere Umgebung St. Wendels, denn im Jahre 1809 muss er nach Frankfurt gereist sein, wo er das Ehepaar Franz und Antonie Brentano mit seinen Kindern sowie den Komponisten Heinrich Anton Hoffmann (1770-1842) portraitierte.

Erneut reiste er 1815, in Begleitung seiner Tochter Regina, vermutlich über Eisleben, nach Berlin, wo es ihm allerdings möglicherweise nicht gelang erneut Fuß zu fassen. Lediglich ein Gemälde, das 1816 entstandene Porträt des Berliner Juweliers Konrad Geiß, ist aus dieser Zeit bekannt. Im Laufe des Jahres 1816 kehrte er mit seiner Tochter und seinem Schwiegersohn Wendel Cetto nach St. Wendel zurück, um erneut an der Saar und in der Pfalz als Portraitist tätig zu sein. Noch 1817 inserierte er im Zweibrücker Wochenblatt. Lauer starb am 29. April 1824 in St. Wendel, wo er am ersten Mai begraben wurde.

1822 hatte sich Nikolaus Lauer nach den Plänen des St. Wendeler Architekten Wenzeslaus Eichler in St. Wendel ein Haus für seine Tochter Regina und deren Ehemann Heinrich Wendel errichten lassen. In den Nebengebäuden des Anwesens soll Lauer Schüler unterrichtet haben, unter ihnen Jacob (geb. 1808) und Johann (geb. 1799) Langendörfer, Anton Riotte (1810-1893), Michael Tholey (geb. 1802), Joseph Tosetti (1803-1844/49) und Philipp Volz (1777-1824). Das Pastell erfuhr in der verhältnismäßig kleinen Stadt in der Nachfolge Lauers eine erstaunliche Breitenwirkung.

Thomas Wiercinski


Biografie
1753 Nikolaus Lauer in St. Wendel geboren
1781/82 Studienaufenthalt in Mannheim. Erstmals bezeugt ein erster Preis an der Mannheimer Zeichnungsakademie 1781 seine künstlerische Ausbildung
1782 Lauer ist auch in St. Wendel nachweisbar, wo er als Portraitist tätig ist
1784 Seit circa 1784 Aufenthalt in Blieskastel, der Residenz der Reichsgräfin Marianne von der Leyen
1786 Heirat mit Katharina Lamarche in Blieskastel
1787 Geburt des Sohnes Philipp
1789 Geburt der Tochter Maria Regina
1791 zum Hofmaler von Pfalz-Zweibrücken ernannt
1793 Flucht nach Rohrbach bei Heidelberg zusammen mit dem Zweibrücker Hof
1794 Entlassung aus herzoglichen Diensten am 29. Juli 1794
1794-97 Aufenthalt in Leipzig, wo seine Frau am 25. November 1794 stirbt. Aufenthalt in Dresden
1796 Lauer zeigt einige Werke in der Dresdener Akademieausstellung
1797-1806 Aufenthalt Lauers in Berlin. Er arbeitet im Auftrag des Preußischen Hofs, portraitiert Adelige und Bürger.
1806 Rückkehr nach St. Wendel, das mittlerweile zum französischen Departement Sarre gehörte. Lauer portraitiert Kaufleute und Fabrikanten der Region, erhält aber auch andernorts Aufträge
1815/16 erneuter Aufenthalt in Berlin
1816 Rückkehr nach St. Wendel
1824 Lauer stirbt in St. Wendel


Ausstellungen
Einzelausstellungen
2004/05 "Der Pastellmaler Nikolaus Lauer und seine Schüler", Museum St. Wendel, St. Wendel
2006/07 "Nikolaus Lauer – Königin und Bürgerschaft. Portraits um 1800", Alte Nationalgalerie Berlin

Ausstellungsbeteiligungen
1796 Akademieausstellung in Dresden
1798, 1802, 1804 Akademieausstellungen in Berlin
1930 "Kunstbesitz saarländischer Familien", Heimatmuseum Saarbrücken
1980 "Wittelsbach und Bayern – Krone und Verfassung. König Max I. Joseph und der neue Staat", München
1987 "Schloß Glienicke. Bewohner Künstler Parklandschaft", Berlin, Schloss Glienicke, Staatliche Schlösser und Gärten Berlin
2004 "Zeichenkunst aus drei Jahrhunderten", Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin
"Das Jahrhundert der Freundschaft. Johann Wilhelm Ludwig Gleim und seine Zeitgenossen", Gleimhaus, Halberstadt
2007/08 "MenschenBilder. Das Portrait im Wandel der Zeit", Zweibrücken, Stadtmuseum
2010 "Die Wiege der Könige – 600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken", Zweibrücken, Stadtmuseum, Mannlichhaus Zweibrücken sowie Römermuseum, Homburg-Schwarzenacker
"Miss Preußen 2010", Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

2014 "Aufbaujahre. Das Saarlandmuseum 1952-1965", Saarlandmuseum, Saarbrücken


Werke in öffentlichen Sammlungen

  • Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin und Deutsches Historisches Museum
  • Bonn, Beethoven-Haus
  • Burg Arras
  • Burg Hohenzollern
  • Colmar, Musée d’Unterlinden
  • Frankfurt, Freies Deutsches Hochstift, Frankfurter Goethe Museum
  • Glücksburg, Stiftung Schloss Glücksburg
  • Halberstadt, Gleimhaus
  • Heidelberg, Kurpfälzisches Museum
  • Potsdam, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG): Schloss Charlottenburg, Schloss Glienicke, Schloss Pfaueninsel
  • Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarlandmuseum, Alte Sammlung
  • Speyer, Historisches Museum der Pfalz
  • St. Wendel, Stadtmuseum
  • Traben-Trarbach, Mittelmoselmuseum


Kupferstiche nach Nikolaus Lauer befinden sich insbesondere in folgenden Sammlungen:

  • Berlin, Kupferstichkabinett
  • Berlin, Stadtmuseum
  • Coburg, Kunstsammlungen der Veste Coburg
  • Greiz, Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung
  • Leipzig, Universitätsbibliothek, Sondersammlungen
  • Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum, Portraitsammlung




Bibliografie
Monografien

  • Hans Klaus Schmitt: Der Pastellmaler Nikolaus Lauer und seine Malerschule. St. Wendel 1974
  • Thomas Wiercinski: Der Pastellmaler Nikolaus Lauer 1753-1824. Werkverzeichnis. Hg. Museum St. Wendel/Stiftung Dr. Walter Bruch. St. Wendel 2004


Sammelschriften (Auswahl)

  • G. K. Nagler: Neues Allgemeines Künstler-Lexikon, 3. Aufl., unveränd. Abdr. der 1. Auflage, 1835-852
  • Paul Seidel: Königin Luise im Bilde ihrer Zeit. In: Hohenzollern-Jb. Bd. IX, 1905, S. 108-154
  • Hohenzollern-Jahrbuch. Forschungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preußen. Hg. von P. Seidel, Bd. XIV, Berlin, Leipzig, 1910
  • Bericht des Historischen Museums der Pfalz in Speyer, Nr. 2, 1914
  • Briefe Daniel Chodowieckis an Anton Graff. Hg. von Charlotte Steinbrucker. Berlin, Leipzig 1921
  • Katalog interessanter und seltener Bildnisse und Darstellungen zur Geschichte von Brandenburg-Preußen, insbesondere Friedrich der Große und seine Zeit, darunter die reichhaltige Sammlung des verstorbenen Grafen Bolko von Roedern. Kupferstiche Holzschnitte, Schabkunstblätter, Lithographien und Zeichnungen von gleichzeitigen Künstlern, mit einer Einführung von Lothar Brieger. Berlin 1926
  • Max Müller: Die Geschichte der Stadt St. Wendel von ihrem Anfängen bis zum Weltkriege. St. Wendel 1927
  • Walter Gräff: Katalog der Staatsgemälde-Sammlungen in Speyer. München 1927
  • Kunstbesitz saarländischer Familien. 1. Alte Gemälde, Graphik, Plastik. Heimatmuseum Saarbrücken, Saarbrücken 1930
  • Hans Wolfgang Singer: Allgemeiner Bildniskatalog, 14 Bde., Leipzig 1930-1936
  • Hermann Keuth: Maler Nikolaus Lauer. In: Unsere Saar, Nr. 2/3, 1932, S. 49-52
  • Hermann Keuth: Heimatmuseum Saarbrücken. Jahresbericht 1932. In: Unsere Saar, 1932/33, Nr. 5, S. 116-117
  • Georg Schuster: Königin Luise. Historische Bilddokumente. Berlin 1934
  • Rudolf Bornschein: Nikolaus Lauer. Ein Maler aus St. Wendel, Hofmaler des Herzogs von Zweibrücken: In: Saarbrücker Zeitung vom 3.1.1937
  • Ludwig Eid: Reichsgräfin Marianne von der Leyen geb. von Dalberg. Leben, Staat, Wirken. Aufgrund archivalischer Quellen (dargestellt von Ludwig Eid). Hg. von Wolfgang Krämer. Saarbrücken 1937
  • Thieme, Ulrich und Becker, Felix (Hg.; weitergeführt von Vollmer, Hans): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. I – XXXVII, Leipzig 1907-1950, Thieme-Becker, 1937, Bd. XXXI, S. 95
  • Rudolf Bornschein: Nikolaus Lauer: Neuentdeckte Bilder. In: Saarbrücker Zeitung vom 7.3.1937, 4. Beilage
  • MGG 1952, Bd. 6, Sp. 539-541
  • Karl Lohmeyer: Der St. Wendeler Pastellmaler Nikolaus Lauer. In: Die Schule, Nr. 6, Saarbrücken 1953, S. 207-211
  • Karl Lohmeyer: Zwei neu festgestellte Königliche Gemälde der Saarländischen Malerschule des 18. Jahrhunderts. Zum 200. Geburtstag des Saarbrücker Hofmalers J. F. Dryander am 25. April 1956. In: Die Schule, Nr. 1, Saarbrücken 1956, S. 38-46
  • Berthold Roland: Die Pfalz-Zweibrückischen Maler des 18. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur neuen Sicht der künstlerischen Bedeutung und der Kunstpflege Pfalz-Zweibrückens. München 1955/56
  • Julius Dahl, Karl Lohmeyer: Das barocke Zweibrücken und seine Meister. 2. erw. Aufl., Waldfischbach 1957
  • Wilhelm Weber: "Unbekannte Bilder von Nikolaus Lauer". In: Saarbrücker Zeitung vom 24.9.1957, Kreisausgabe Homburg
  • Wilhelm Weber: Beziehungen einheimischer Maler zur großen Kunst. In: Saarheimat, Mai 1959, S. 8-12
  • Anneliese Domnick: Erwerbungen 1940-1961. In: Jb. des Deutschen Hochstifts 1962, S. 536-546
  • Wolfgang Scheffler: Berliner Goldschmiede. Daten Werke Zeichen. Berlin 1968
  • H. C. Robins Landon: Beethoven. A Documentary Study. London 1970
  • Die Kataloge der Berliner Akademie-Ausstellungen 1785-1850. Bearbeitet von Helmut Börsch-Supan, 3 Bde., Berlin 1971
  • Helmut Börsch-Supan: Die Kunst in Brandenburg-Preußen. Ihre Geschichte von der Renaissance bis zum Biedermeier dargestellt am Kunstbesitz der Berliner Schlösser. Berlin 1980
  • Wittelsbach und Bayern. Bd. III/2: Krone und Verfassung. König Max I. Joseph und der neue Staat. München/Zürich 1980
  • Barbara Grotkamp-Schepers: Die Mannheimer Zeichnungsakademie (1756/69 – 1803) und die Werke der ihr angeschlossenen Maler und Stecher. Frankfurt 1980
  • Saarland-Museum Alte Sammlung in der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz. Eine Auswahl. Hg.von der SaarLB Landesbank Saar Girozentrale. Saarbrücken 1984
  • Stephan Schölzel: Kurfürsten und Bürger. Ein Portraitkatalog des Städtischen Museums Simeonstift Trier. Hg. v. Dieter Ahnes. Trier 1984
  • Schloß Glienicke. Bewohner Künstler Parklandschaft. Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Berlin, Schloß Glienicke. Berlin 1987
  • Wilhelm Weber: Schloß Karlsberg. Legende und Wirklichkeit. Die Wittelsbacher Schloßbauten im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Homburg 1987
  • Die Französische Revolution und die Saar: Ausstellung des Landesarchivs Saarbrücken im Auftrag der Regierung des Saarlandes zum zweihundertjährigen Gedenken an den Ausbruch der Französischen Revolution. Saarbrücken, Saarland Museum. St. Ingbert 1989
  • Michael Jähne: Nikolaus Lauer (1753-1824). In: Saarländische Lebensbilder, Bd. 4. Hg. von Peter Neumann. Saarbrücken 1989, S. 59-80
  • Cornelieke Lagerwaard: St. Wendel. Museum im Mia-Münster-Haus. München, Zürich 1989
  • Gernot Karge: Porträts von Saarlouisern in St. Wendel. In: Unsere Heimat, Mitteilungen des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 15. Jg., H.4/1990
  • Die Alte Sammlung. Saarland Museum. Hg.von Ernst –Gerhard Güsse. Saarbrücken 1995
  • Porträtsammlung der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Wolfenbüttel 1996
  • Julius Bettingen: Geschichte der Stadt St. Wendel 1865, Manuskript, Landesarchiv Saarbrücken, Handschriftensammlung HV, H 34. Geschichte der Stadt und des Amtes St. Wendel. St. Wendel 1865 (unver. Nachdr.), Neustadt an der Aisch 1997
  • Rachel Kaplan: Little-Known Museums in and around Berlin, o.O., o.J. (1999)
  • Constantin Cnyrim: Chronik der Familie Tobias. 2 Bde., Königswinter 2000
  • Der Freundschaftstempel im Gleimhaus zu Halberstadt. Porträts des 18. Jahrhunderts. Bestandskatalog, bearb. von Horst Scholke. Mit einem Essay von Wolfgang Adam. Halberstadt, Leipzig 2000
  • Für Bürger und Fremde, die auf Eleganz halten. Trierer Porzellan. Hg. von Elisabeth Dühr, Städtisches Museum Simeonstift Trier. Trier 2000
  • Gregor Scherf: Schmuck und Accessoires des Biedermeier in den Bildern von Louis Krevel. In: Kultur des Biedermeier. Der Maler Louis Krevel. Saarbrücken 2001,  S. 104-114
  • Gerhard Seibold: Röchling. Kontinuität im Wandel. Stuttgart 2001
  • Johannes Thiele: Geliebte Luise, Königin von Preußen. Ihr Leben in Bildern. Mit einem Vorwort von Günther de Bruyn. Berlin 2003
  • Thomas Wiercinski: Der Pastellmaler Nikolaus Lauer und seine Schüler. In: Zeitrisse; Mitteilungen zur regionalen Kultur und Geschichte, 3, 2003, S. 21 und in: Zeitrisse, 4, 2003, S. 25
  • Ralf Schneider: Schlösser und Landsitze der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken und Homburg im 18. Jahrhundert. Architektur – Interieur – Gartenkunst. [Rottenburg] 2003
  • Zeichenkunst aus drei Jahrhunderten. Hg. von Ursula Cosmann, Ausstellung im Ephraim-Palais, Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin. Berlin 2004
  • Das Jahrhundert der Freundschaft. Johann Wilhelm Ludwig Gleim und seine Zeitgenossen. Hg. v. Ute Pott, Schriften des Gleimhauses Halberstadt Bd. 3, Halberstadt, Göttingen 2004
  • Gerrit Walczak: Luise von Preußen und ihre Porträtisten: Kunstmarkt, Hof und Publikum in Berlin um 1800. In: Wallraf-Richartz-Jb., Bd. LXV, Köln 2004, S. 207-247
  • Thomas Wiercinski: Der St. Wendeler Pastellmaler Nikolaus Lauer. Neue Forschungsergebnisse zu Leben und Werk. In: Heimatbuch des Landkreises St. Wendel, XXX. Ausgabe 2004-2006, S. 94-105
  • Thomas Wiercinski: Von Zweibrücken nach Berlin und zurück. Über den Hof- und Pastellmaler Nikolaus Lauer (1753 – 1824). In: Die Pfalz, Zeitschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft, hg. v. Landesverband der Pfälzer in Bayern ei.V., 56. Jg., Nr. 1, München 2005, S. 10-11
  • Thomas Wiercinski: Der Pastellmaler Nikolaus Lauer. In: Saargeschichte(n), Saarbrücken 2006, Heft 2, S. 14-22
  • Bernhard Maaz: Nikolaus Lauer. Königin und Bürgerschaft: Porträts um 1800. Eine Kabinettausstellung in der Nationalgalerie. In : Museumsjournal H. 4, 2006, S. 62f.
  • Thomas Wiercinski: MenschenBilder. Das Portrait im Wandel der Zeit. In: MenschenBilder. Das Portrait im Wandel der Zeit. Zweibrücken 2008, S. 9-36
  • Die Gemälde der Alten Sammlung im Saarlandmuseum. Hg. v. Ralph Melcher, earb. v. Stefan Heinlein unter Mitarb. v. Roland Augustin und Eva Wolf. Saarbrücken 2009, S. 201f.
  • Thomas Wiercinski: Einzelbeiträge zu Lauer. In: Die Wiege der Könige – 600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Hg. v. Charlotte Glück-Christmann unter Mitarbeit von Thomas Wiercinski und Bernhard Becker, Landesausstellung Zweibrücken und Homburg-Schwarzenacker. Zweibrücken 2010
  • Bernhard Maaz: Der paradoxe Wunsch nach entstellter Ähnlichkeit. In: Werner Busch, Oliver Jehle, Bernhard Maaz und Sabine Slanina: Ähnlichkeit und Entstellung, Berlin, München 2010, S. 79-88
  • Eva Wolf: Aufbaujahre. Das Saarlandmuseum 1952-1965. Hg. Roland Mönig. Saarbrücken 2014, S. 24


Quellen

  • Berlin, Geheimes Staatsarchiv, Preußischer Kulturbesitz, Berlin
  • Blieskastel, Standesamt
  • Coburg, Staatsarchiv
  • Dresden, Sächsisches Hauptstaatsarchiv
  • Leipzig, Sächsisches Staatsarchiv
  • Leipzig, Stadtarchiv
  • München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv München
  • Saarbrücken, Landesarchiv
  • Saarbrücken, Archiv des Saarlandmuseums
  • Speyer, Landesarchiv
  • Trier, Stadtarchiv
  • St. Wendel Stadtarchiv
  • St. Wendel Archiv des Stadtmuseums St. Wendel
  • St. Wendel, Pfarrarchiv
  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Lauer, Nikolaus (Dossier 8962)

 

Redaktion: Claudia Maas


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