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Ausstellungseröffnung "Hans Steinbrenner - Bronzen", Galerie St. Johann, Saarbrücken  7. März 2008. Foto: Dirk Rausch

Ausstellungseröffnung "Hans Steinbrenner - Bronzen", Galerie St. Johann, Saarbrücken 7. März 2008 

Figur, 1968, Bronze, 9,2 x 13,8 x 9,6 cm. Foto: Galerie St. Johann

Figur, 1968, Bronze, 9,2 x 13,8 x 9,6 cm 

Relief, 1961, Bronze, 27,5 x 32,5 cm. Foto: Galerie St. Johann

Relief, 1961, Bronze, 27,5 x 32,5 cm 

Sigurd Rompza im Gespräch mit Ann Steinbrenner, Ausstellungseröffnung "Hans Steinbrenner - Bronzen". Foto: Dirk Rausch

Sigurd Rompza im Gespräch mit Anne Steinbrenner, Ausstellungseröffnung "Hans Steinbrenner - Bronzen" 

Anne Steinbrenner, Lorenz Dittmann, Jo Enzweiler und Marlen Dittmann während der Ausstellungseröffnung "Hans Steinbrenner - Bronzen". Foto: Dirk Rausch

Anne Steinbrenner, Lorenz Dittmann, Jo Enzweiler und Marlen Dittmann während der Ausstellungseröffnung "Hans Steinbrenner - Bronzen" 

Ausstellung: Hans Steinbrenner - Bronzeplastiken
in der Galerie St. Johann

"Ausschließlich "Bronzeplastiken" von Hans Steinbrenner werden hier präsentiert. In seinen großformatigen Werken ist Steinbrenner Holz- und Steinbildhauer. Der Künstler definierte 1965 den Unterschied der beiden Verfahrensweisen: "Der Skulpteur arbeitet von der Grundform seines Blockes aus, d.h. entgegengesetzt dem Plastiker, und trotzdem umschreiben beide durch Setzungen ihres Materialvolumens einen exakten Raum, aus dem nichts heraus- und in den nichts hineingenommen werden kann." In beiden Fällen ist der klar bestimmte, künstlerisch messbare Raum das Element der Gestaltung.

 

In seinem Frühwerk, von 1948 bis 1955-56, schuf Hans Steinbrenner plastische Werke, figurative Bronze- Bronzeplastiken, nach Wachs-, Gips- und Ton-Modellen. Von 1956 bis 1960 entstehen seine biomorphabstrahierenden Werke zumeist in Holz, aber auch kleinere Arbeiten nur als Bronzeplastiken. 1960/61 öffnet sich der Weg in die geometrische Abstraktion und damit hat auch die Gleichbehandlung der Materialien Holz, Stein und Bronze ein Ende. Die großen Arbeiten werden nun in Holz oder in Stein geschaffen.

 

Die Zeit der "Kleinplastik" schaffen. Ist vorbei. Die Bronzen sind dann meistens Abgüsse nach Modellen, die als kleine Skulpturen in Kunststein auf dem Weg von der Zeichnung zur großen Skulptur entstanden. Den in der Regel dunkelpatinierten Bronzen ist ein besonderer Charakter eigen. In ihrer Fügung auf die Proportionen der großen Skulptur hin orientiert, verlieren sie in kleinem Maßstab, als 10-30 cm hohe Werke, nichts an Monumentalität. Anders als die großen Skulpturen, die nie den Bezug auf die Maße und auf die Spannkraft des menschlichen Leibes verlieren, sind sie dem leiblichen Einfühlungsvermögen entrückt und treten in eine unmessbare Ferne, eine undurchbrechbare Distanz. Sie besetzen einen imaginären Raum. Als Skulpteur arbeitet Steinbrenner im unmittelbaren Kontakt mit seinem Material und lässt so die Eigenarten des Holzes und des Steines weitgehend unangetastet. Bronze aber ist ein "künstliches", vom Menschen geschaffenes Material, fähig, viele Formen und Oberflächen darzustellen und zugleich fähig, jedem Werk "Dauer" zu verleihen. Stein und Holz gegenüber zeichnet es sich durch die Besonderheit aus, im Licht zu erglänzen und Licht zu reflektieren. "Was ist Bildnerei anderes als Licht, das das Material zum Strahlen bringt", diese Aussage Steinbrenners von 1965 gewinnt hier ihre ausdrückliche Gültigkeit. Die im Zeitraum von 1961 bis 1970 entstandenen Werke verdeutlichen in hervorragender Weise die gestaltungslogische Konsequenz des Steinbrennerschen Schaffens in einer entscheidenden Phase seiner Entwicklung. Aber auch später entstehen immer wieder "kleine Bronzen" (Modellen-Abgüsse) als Variationen von großen Skulpturen in dem ihnen eigenen besonderen Charakter."

 

Lorenz Dittmann

Text der Einladung der Galerie St. Johann vom 8. März 2008

 

Biografie

1928 geboren in Frankfurt/Main

1946 Werkkunstschule Offenbach/ Main, bei Erich Fornhoff

1949-52 Städelschule, Frankfurt/Main, bei Hans Mettel

1952-54 Kunstakademie München, bei Toni Stadler

1954 Lehrauftrag für Steinschrift, Staatliche Fachschule für Steinbearbeitung,

Wunsiedel

1955 Stipendium des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen

Industrie

1963 Symposium Europäischer Bildhauer, Berlin

1967 Stipendium der BRD in der Cité Internationale des Arts, Paris

1974 Gastdozent an der Städelschule Frankfurt/Main

1999 Mitglied der Bayrischen Akademie der Schönen Künste, München

2008 gestorben in Frankfurt/Main

 

 

Kontakt
Galerie St. Johann
Gesellschaft zur Förderung aktueller Kunst m.b.H.
Beethovenstraße 31
66111 Saarbrücken

Telefon 0681/33473
Telefax 0681/30547

Öffnungszeiten
Di - Fr 15.00 - 18.00 Uhr
Sa 11.00 - 13.00 Uhr 

letzte Änderung: Montag, 17.03.2008



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