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Vom 13. März bis zum 10. April 2008 sind im Glas- und Heimatmuseum Warndt in Völklingen-Ludweiler unter dem Titel "Warndt – Kohle, Bergbau, Wald, Mensch und Wandel" 63 Fotografien (in den Formaten 30 x 40 und 12 x 18 cm) zu sehen. Die Arbeiten entstanden anlässlich eines Foto-Workshops von Industriekultur Saar, Evangelischer Akademie im Saarland und dem Heimatkundlichen Verein Warndt (die auch die Ausstellung einrichteten). 16 Fotografinnen und Fotografen hatten am Workshop teilgenommen und über 1000 Fotos angefertigt.
Die Ausstellung überrascht mit Arbeiten von hohem fotokünstlerischen Niveau. Dies ist um so erstaunlicher, als alle Teilnehmer Amateurfotografen sind. Ausgangspunkt war die Themenstellung, die der Ausstellungstitel umreißt. Interessanterweise thematisieren die meisten Bilder Industriebrachen und die ehemaligen Bergarbeitersiedlungen. Gewiss bleibt die Umsetzung des weit gefassten Themas bei einigen Arbeiten in amateurhafter Umsetzung und technischer Unzulänglichkeit stecken; allerdings entschädigt die Mehrzahl der Arbeiten durch die Balance zwischen dokumentarischen und ästhetischem Anspruch, wobei die Auswahl des Blickwinkels und die ausgereiften, durchdachten Bildkompositionen, die selbst bereits auf hoher Qualitätsstufe stehen und darüber hinaus die Aufnahmen zu eindringlichen Dokumenten von Landschaft, Menschenwerk und Zeit werden lassen.
Michael Jähne
letzte Änderung: Montag, 17.03.2008