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Das Studio des Saarländischen Künstlerhauses zeigt Bilder von Jürgen Liefmann, Jahrgang 1953, der in Berlin lebt und arbeitet. Seine Arbeiten erschließen sich in letzter Konsequenz erst mit der Kenntnis seiner Werke, die in New York entstanden und 2001 im Saarland Museum zu sehen waren. Angeregt von der Betrachtung der, in New York allenthalben präsenten, Stahlkonstruktionen von Brücken, Feuerleitern und den Stahlskeletten entstehender Hochhausbauten entstanden Systeme schwarzer Liniengitter, die Räume andeuten, gliedern und zergliedern, dabei aber ein vages Gefühl der Unsicherheit hinterlassen.
Die Liniengerüste haben sich in den hier gezeigten Arbeiten verdichtet. Die Geflechte haben Festigkeit gewonnen, wurden zu verlässlichen Raumkomplexen mit geflochtenen Wänden, die aber auf den Betrachter hermetisch wirken, die beginnen den durchdringenden Blick abzuweisen. Sie verweigern auch in der Farbgebung - rosarot, orangefarben, braunrot - eine Gegenstandsassoziation. Die scheinbar gewonnene Gewissheit überzieht sich mit dem Maschenwerk des Geheimnisvollen.
Michael Jähne
letzte Änderung: Dienstag, 11.03.2008