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Jakob Schug (1886-1961) ist als (Kunst-)Pädagoge im Saarland gewiss kein Unbekannter; so war der in Baumholder geborene Maler und Kunsterzieher in Saarbrücken an der Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe und am Realgymnasium (später: Oberrealschule) tätig und prägte Generationen von Schülern und Studierenden.
Der Maler Schug hatte allerdings keinen starken Nachklang in der Öffentlichkeit. Um so verdienstvoller ist der Band “Jakob Schug - Maler und Kunsterzieher. Versuch einer Annäherung”, den der Architekt Fred Baldes, ein gebürtiger Saarbrücker, im Staden Verlag (Augsburg) herausgebracht und dieser Tage im Saarland (Saarbrücken, Ottweiler) vorstellt.
Baldes hat nicht nur informative Texte zu Leben und Werk, Anekdotisches über Mensch und Lehrer zusammengetragen, sondern auch eine Werkübersicht erstellt, die einerseits den Künstler Schug wieder ins Blickfeld rückt, andererseits ein umfassendes Werkverzeichnis anstoßen sollte. Gewiss war Schug kein Vertreter der künstlerischen Avantgarde seiner Zeit; er war ein handwerklich sehr guter Maler und Zeichner, dessen Werk im wesentlichen akademisch-konservativ bleibt, das aber bei günstigeren Zeitläuften wohl eine andere Richtung genommen hätte.
Fred Baldes (Hg.): Jakob Schug - Maler und Kunsterzieher.
Staden Verlag Augsburg 2008
Erhältlich im Buchhandel
Michael Jähne
letzte Änderung: Freitag, 25.01.2008