Künstlerlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

zum Inhalt | zur Hauptnavigation | zur Hilfsnavigation

Inhalte

Bilder zum Artikel

Edgar Jené. Foto aus: Edgar Jené. Werke von 1928-1974. Saarlandmuseum Saarbrücken. Saarbrücken 1974, o. P.

Edgar Jené 

Jené, Edgar

 

Artikel in Bearbeitung

 

Biografie

1904 Geboren in Saarbrücken

1922-1924 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
1924-1925 Studium an der Ecole Nationale des Beaux-Arts, an der Académie Julian und an der Académie de la Grande Chaumière in Paris
Bis 1928 in Paris. Erste Berührung mit dem Surrealismus
1928-1935 Freischaffend in Saarbrücken
1929 Heirat mit Charlotte Pfaller (Coco)
1931 Geburt des Sohnes Tom
1931-1932 Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Von Rom aus Reisen (u.a. nach Nordafrika)
1935 Aufgrund der politischen Entwicklung in Deutschland Emigration nach Wien
1938 Heirat mit Erica Lillegg
1935-1950 Mit kriegsbedingten Unterbrechungen in Wien, Aufenthalte in der Schweiz, Italien, Elba und Jugoslawien. Während des Krieges Dolmetscher im Kriegsgefangenenlager Gneixendorf bei Krems in der Wachau (NÖ). 1945 werden seine 'Kriegszeichnungen' unter dem Titel 'Edgar Jené. Zeichnungen. Dessins des années de guerre 1939-1945' in Wien veröffentlicht.
1945-1950 Förderer und Vermittler des SURREALISMUS in WIEN: Bildredakteur der Zeitschrift PLAN, Mitherausgeber der SURREALISTISCHEN PUBLIKATIONEN, Schriften zum Surrealismus, mit Albert Paris Gütersloh spiritus rector der WIENER SCHULE DES PHANTASTISCHEN REALISMUS
1947 Beginn der Freundschaft mit Paul Celan. Dokumente dieser Freundschaft sind u. a. Celans Schrift Edgar Jené und der Traum vom Traume (Wien 1948) und Jenés Zeichnung Todesfuge zu Celans Gedicht.
1948 Mit Paul Celan und Arnulf Neuwirth organisiert Jené die erste Surrealismus-Ausstellung in Wien, Begegnung mit André Breton und den Surrealisten in Paris
1950-1965 in Paris, Kontakt zu den Surrealisten. Texte zum Werk von Jené, u. a. von André Breton, Julien Cracq, Maurice Nadeau, Benjamin Péret belegen diese Verbindung. Jené gehört zu den Künstlern der Galerie Furstenberg Paris (Galerie der Surrealisten von Simone Collinet, erste Frau André Bretons)
1951-1953 Mitglied der Internationalen Vereinigung der Surrealisten
1952-1955 Jené organisiert Ausstellungen im Saarland Museum Saarbrücken für die Mission Diplomatique Française en Sarre, 1952: Peinture Surréaliste en Europe - Surrealistische Malerei in Europa
1964 Kunstpreis des Saarlandes
In den 1960er Jahren Reisen in den Orient. Die Bilder der Mondfahrt nehmen Einfluß auf Jenés Schaffen.
1965-1984 Jené lebt bis zu seinem Tod in Demeulaine, einer mittelalterlichen Mühle in
La Chapelle St. André, Burgund (Frankreich)
1984 Stiftung von Bildwerken an die Stadt Saarbrücken
1984 Gestorben in Demeulaine.

 

 

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

1931 Galerie Flechtheim Berlin

1948 Galerie La Dragonne, Nina Dausset, Paris

1954-60 Galerie Furstenberg Paris

1951, 1964, 1974 Saarland Museum Saarbrücken

1994 Museum Sankt Ingbert

 

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1928/29 Salon des Vrais Indépendants et des Surindépendants, Paris

1931 Novembergruppe, Berlin 1931

1938 Modern Art of Twentieth Century - Verfemte Deutsche Kunst, Burlington Gallery London

1947 Art Club, Wien

1961 Ausstellungen des Surrealismus: u. a. Surréalisme et Précurseurs, Besançon

1964 Le Surréalisme, Galerie Charpentier Paris

1972 Der Surrealismus, Haus der Kunst München, Musée des Arts Décoratifs Paris

 


Werke in Sammlungen

  • Ein wesentlicher Teil der Werke von Edgar Jené wird im Saarland Museum Saarbrücken aufbewahrt.

 

 

Bibliografie (Auswahl)

  • Paul Celan: Edgar Jené und der Traum vom Traume. Wien 1948
  • André Breton: Edgar Jené. In: André Breton: Le Surréalisme et la peinture. Paris 1979 [2. Auflage], S. 217
  • Edgar Jené. Saarland Museum Saarbrücken 1974
  • Georg-W. Költzsch: Schön ist nur das Wunderbare. Leben, Werke, Begegnungen des Malers Edgar Jené. Saarbrücken 1984
  • Edgar Jené. Rosa und Heinrich Loew. Dokument einer Freundschaft. Mittelrheinisches
  • Landesmuseum Mainz 1985
  • Edgar Jené. Ein Surrealist aus dem Saarland. Hrsg. von Monika Bugs. Museum Sankt Ingbert, St. Ingbert 1994

 

 

Quelle

  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Jené, Edgar (Dossier 512)

 

 

Redaktion: Monika Bugs

letzte Änderung: Dienstag, 12.06.2007