Andreas Brandolini. Foto: Archiv Brandolini

Andreas Brandolini 

Andreas Brandolini und Joachim B. Stanitzek: "side by side", 1982, Bellefast – Werkstatt für experimentelles Design, Berlin, 1982-1986. Foto: Archiv Brandolini

"side by side", 1982, Andreas Brandolini und Joachim B. Stanitzek, Bellefast – Werkstatt für experimentelles Design, Berlin, 1982-1986 

Andreas Brandolini und Joachim B. Stanitzek: "Mediarobot", 1983, Bellefast – Werkstatt für experimentelles Design, Berlin, 1982-1986. Foto: Archiv Brandolini

"Mediarobot", 1983, Andreas Brandolini und Joachim B. Stanitzek, Bellefast – Werkstatt für experimentelles Design, Berlin, 1982-1986 

Andreas Brandolini: "Ballerina" Schuhladen, München, Bellefast mit Büro West Architekten, 1984. Foto: Archiv Brandolini

"Ballerina" Schuhladen, München, Bellefast mit Büro West Architekten, 1984 

Andreas Brandolini: "Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987

"Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987 

Andreas Brandolini: "Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987

"Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987 

Andreas Brandolini: "Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987

"Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987 

Andreas Brandolini: "Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987

"Deutsches Wohnzimmer“, documenta 8, 1987 

Andreas Brandolini: "Möbel an der Wand“, Galerie Martin Schmitz, Kassel 1991

"Möbel an der Wand“, Galerie Martin Schmitz, Kassel 1991 

Andreas Brandolini: Sitzungssaal der SPD-Fraktion Saarländischer Landtag mit Fotoarbeiten von Eva Maria Ocherbauer, Saarbrücken, 1992. Foto: Archiv Brandolini

Sitzungssaal der SPD-Fraktion Saarländischer Landtag mit Fotoarbeiten von Eva Maria Ocherbauer, Saarbrücken, 1992 

Andreas Brandolini: Büchertreppe für Cappellini Arosio (CO), 1993. Foto: Archiv Brandolini

Büchertreppe für Cappellini Arosio (CO), 1993 

Andreas Brandolini und Jasper Morrison: "10 Jahre Cirva", Glas-Ausstellung in Paris, Marseille, Taiwan und Japan, Ausstellungsgestaltung 1993-1996. Foto: Archiv Brandolini

"10 Jahre Cirva", Glas-Ausstellung in Paris, Marseille, Taiwan und Japan, Ausstellungsgestaltung Andreas Brandolini und Jasper Morrison, 1993-1996 

Andreas Brandolini und Jasper Morrison, "10 Jahre Cirva", Glas-Ausstellung in Paris, Marseille, Taiwan und Japan, Ausstellungsgestaltung 1993-1996. Foto: Archiv Brandolini

"10 Jahre Cirva", Glas-Ausstellung in Paris, Marseille, Taiwan und Japan, Ausstellungsgestaltung Andreas Brandolini und Jasper Morrison, 1993-1996 

Andreas Brandolini: Busstop, Hannover, 1994. Foto: Archiv Brandolini

Busstop, Hannover, 1994 

Andreas Brandolini: Zeus, Mailand, „Little Sisters", Hocker/bench, Barhocker/barbench, 1994. Foto: Archiv Brandolini

Zeus, Mailand, „Little Sisters", Hocker/bench, Barhocker/barbench, 1994 

Andreas Brandolini: Kinderklinik, Universitätsklinik Homburg, 1995. Foto: Archiv Brandolini

Kinderklinik, Universitätsklinik Homburg, 1995 

Informations- und Kunden-Center Stadtwerke Saarbrücken AG, 1996. Foto: Archiv Brandolini

Informations- und Kunden-Center Stadtwerke Saarbrücken AG, 1996 

Andreas Brandolini: Gaußplatz, Wien, zusammen mit Lindner Architektur Wien, 1996. Foto: Archiv Brandolini

Gaußplatz, Wien, zusammen mit Lindner Architektur Wien, 1996 

Andreas Brandolini: Gaußplatz, Wien, 1996. Foto: Archiv Brandolini

Gaußplatz, Wien, 1996 

Andreas Brandolini: Gaußplatz, Wien, 1996. Foto: Archiv Brandolini

Gaußplatz, Wien, 1996 

Andreas Brandolini: Glasobjekte, Centre International d‘Art Verrier (CIAV), Meisenthal, 1996-2006. Foto: Archiv Brandolini

Glasobjekte, Centre International d‘Art Verrier (CIAV), Meisenthal, 1996-2006 

Andreas Brandolini: Glasobjekte, Centre International d‘Art Verrier (CIAV), Meisenthal, 1996-2006. Foto: Archiv Brandolini

Glasobjekte, Centre International d‘Art Verrier (CIAV), Meisenthal, 1996-2006 

Andreas Brandolini: Glasobjekte, Centre International d‘Art Verrier (CIAV), Meisenthal, 1996-2006. Foto: Archiv Brandolini

Glasobjekte, Centre International d‘Art Verrier (CIAV), Meisenthal, 1996-2006 

Andreas Brandolini: Casino, Saarbrücken, zusammen mit Atelier Mendini, Mailand (Mosaiken), 1998. Foto: Archiv Brandolini

Casino, Saarbrücken, zusammen mit Atelier Mendini, Mailand (Mosaiken), 1998 

Andreas Brandolini: Umfeldgestaltung, Terrain François d‘Assise, Raucourt, 2000-2003. Foto: Archiv Brandolini

Umfeldgestaltung, Terrain François d‘Assise, Raucourt, 2000-2003 

Andreas Brandolini: Umfeldgestaltung, Terrain François d‘Assise, Raucourt, 2000-2003. Foto: Archiv Brandolini

Umfeldgestaltung, Terrain François d‘Assise, Raucourt, 2000-2003 

Andreas Brandolini zusammen mit Architektenteam Udo Winkler, Heusweiler: Laboratoriums-Gebäude IKS-Göttelborn 2004. Foto: Archiv Brandolini

Laboratoriums-Gebäude IKS-Göttelborn zusammen mit Architektenteam Udo Winkler, Heusweiler, 2004 

Andreas Brandolini: Interiordesign/Möbel für "Spohns Haus", Ökologisches Schullandheim Gersheim, A. G. Mandelbach, 2005. Foto: Archiv Brandolini

Interiordesign/Möbel für "Spohns Haus", Ökologisches Schullandheim Gersheim, A. G. Mandelbach, 2005 

Andreas Brandolini: Interiordesign/Möbel für "Spohns Haus", Ökologisches Schullandheim Gersheim, A. G. Mandelbach, 2005. Foto: Archiv Brandolini

Interiordesign/Möbel für "Spohns Haus", Ökologisches Schullandheim Gersheim, A. G. Mandelbach, 2005 

Andreas Brandolini: "Flötz", Restaurant, IKS Göttelborn, 2006. Foto: Archiv Brandolini

"Flötz", Restaurant, IKS Göttelborn, 2006 

Andreas Brandolini zusammen mit Burkhard Detzler und Freese Architekten, Saarbrücken: Galerie, HBKsaar, 2009. Foto: Ingeborg Knigge

Galerie, HBKsaar, Andreas Brandolini zusammen mit Burkhard Detzler und Freese Architekten, Saarbrücken, 2009 

Brandolini, Andreas

Letzte Änderung: 23/07/2016

Der Designer als Kaufhausflaneur

Die Auseinandersetzung mit dem Funktionalismus

Eines der immer wiederkehrenden Themen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in der Theorie der Architektur und des Design in Deutschland die Auseinandersetzung mit dem Funktionalismus, oder richtiger gesagt mit dem Neo-Funktionalismus. Dieser Begriff ist durch die stetige Anpassung an verschiedenste Wünsche inzwischen nur noch ein Ableger des historischen Funktionalismus der zwanziger Jahre. Andreas Brandolini absolviert seine Ausbildung zum Architekten zwischen 1973 und 1979 an der Technischen Universität Berlin, die in den sechziger Jahren eine der Hochburgen für die funktionalistische Lehre war. Was Brandolini von vielen seiner Studienkollegen unterscheidet, ist seine baldige Reaktion gegen die Verbreitung dieser dort vermittelten abstrakten und pseudo-wissenschaftlichen Tendenz.

 

Nach einer zweijährigen Praxis im Designstudio von Nick Roericht in Ulm kehrt er nach Berlin zurück und beginnt, neben seiner freiberuflichen Arbeit, am Lehrstuhl von Nick Roericht an der HdK seine Lehrtätigkeit. Nick Roericht lässt ihm in der Lehre sehr viel Freiheit. Mit kritischen und klugen Überlegungen zum Thema Funktionalismus entwickelt sich Brandolini bald zu einem der schärfsten Kritiker dieser späten aber weit verbreiteten ästhetischen Tendenz.

 

Im Bereich des deutschen Design ist Brandolini einer der ersten, der sich vehement und sarkastisch gegen das Diktat des Funktionalismus äußert. Dies wird nicht nur in den Arbeiten seiner neu gegründeten Gruppe Bellefast (1982) deutlich. Wichtiger ist, dass er mit seinen Gedanken, die er in die Lehre einbringt, eine der ersten Keimzellen für einen Neuanfang in der Konzeption des Design in der Bundesrepublik begründet. Brandolini passt sich flexibel an die gestellten Aufgaben an mit einer Formel aus abstrakten und gleichzeitig organischen Tendenzen, die faszinieren und gleichzeitig auch ironisch sein können (documenta 8 Kassel). Unbekümmert und frei wandert er in verschiedenen Welten der Ausdrucksformen, die je nach der Notwendigkeit und der Botschaft eingesetzt werden, die er durch seine Werke vermitteln möchte. Diese Haltung möchte ich eine anti-dogmatische nennen. Sie zeugt von Reife in der Auseinandersetzung mit dem Funktionalismus, dessen Lehre "di per se" streng geregelt ist und genau normierte Abläufe verfolgt. 1996 habe ich über Brandolini geschrieben "er ist und bleibt im positiven Sinn ein "Anarcho-rationalist ".

 

Plädoyer für ein Design der Einfachheit

Das große Verdienst von Brandolini ist, dass durch seine Lehre, frühe Schriften und Produkte sich ein ganz anderes Verständnis von Design entwickelt. Ein Verständnis, das nicht den gewohnten professionellen Normen entspricht, aber viel Innovation für ein Design beinhaltet, welches auch dem Konsumenten durch eine ihm verständlichere Logik näher kommt. Die Tatsache, dass Brandolini 1984, zusammen mit Jasper Morrison, die Aufmerksamkeit auf die Benutzung von halbfertigen Materialien für das Bauen und das Design aus den Baumärkten richtet und sogar fertige Produkte in die Entwürfe zu integrieren versucht, ist ein Hinweis auf die von ihnen empfundene notwendige Integration von Basismaterialien der Industrieproduktion für ein "einfaches" Design (Das "Kaufhaus des Ostens" und "Berliner Zimmer", Seminare, welche Brandolini mit Joachim Stanitzek und Jasper Morrison an der HdK Berlin geleitet haben.) Die vordergründige Einfachheit von Brandolinis Arbeiten unterscheidet sich von der Einfachheit der Anderen: Während Morrison auf die Bedeutungslosigkeit der Form setzt, sind die Formen von Brandolini in ihrer Einfachheit ausnahmslos in Verbindung mit Besonderheiten konzipiert, die eine mehrdeutige Sprache als Ausdruck verlangen. Ein einfaches Beispiel: Aus Sperrholzplatten geschnittene und verleimte Teile werden so miteinander verbunden, dass daraus ein multifunktionales Objekt entsteht, dessen Name sich aus der Beschreibung der Funktionen ergibt (Büchertreppe). 

 

Ein komplexeres Beispiel für Einfachheit ist zu sehen in einem Environment, bei welchem in der Mitte eines Teppichs eine Feuerstelle symbolisiert wird. Über dem Teppich befindet sich ein Tisch in Form einer Bratwurst („deutsches Wohnzimmer“, für documenta 8, Kassel konzipiert und heute im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt zu sehen). Hier wird die Assoziation Deutschland-Feuer-Bratwurst deutlich, die Formen der Gegenstände sind klar und einfach zu erkennen. Im Gesamtbild finden wir archaische Elemente (Feuerstelle), kombiniert mit denen des elektronischen Zeitalters (Fernseher und elektronische Medienkonsole). Ein weiteres Element dieses Environments sind die ledernen Satteltaschen an dem Medienmöbel, ein Zitat aus seinem Projekt "Pony – Express". Hier treffen Objekte aus verschiedenen, weit auseinander liegenden Epochen aufeinander: die lederne, handwerklich hergestellte Satteltasche und der Fernsehapparat aus dem digitalen Zeitalter. Brandolini macht hier den Übergang von der Moderne zur Nachmoderne deutlich. Das Ganze ist ein vielfältiges, erzählendes und ästhetisch raffiniertes Bild, vielschichtig, aber auch kritisch und ironisch in seinen Aussagen. Die Ikonographie ist für jeden Betrachter dieses "Neuen Deutschen Design" verständlich.

 

Der Höhepunkt der gewollten Einfachheit im Design, ein Leitmotiv im Werk von Brandolini, kommt besonders in einer Arbeit zum Ausdruck: ein Versammlungssaal, bestehend aus einem riesigen Tisch aus furnierten Holzplatten mit verchromten Beinen aus der Serie eines großen Büromöbelherstellers. Rundum stehen zweiundvierzig blau gepolsterte und in Naturholz ausgeführte Armlehnstühle (Sitzungssaal der SPD-Fraktion im Saarländischen Landtag). An den Wänden befinden sich Portraits beliebiger saarländischer Menschen – genau so viele wie Abgeordnete um den Tisch sitzen: Die Auftraggeber (das Volk) schauen den Auftragnehmern (den Politikern) bei der Arbeit über die Schulter! Ein zurückhaltender Raum, charakterisiert durch extrem sparsame Formgebung, der aber trotz minimaler Intervention eine warme und klar geordnete Atmosphäre ausstrahlt.

 

"Intervento minimo" für Stadt und Land.

Ein weiterer Aspekt im Werk von Brandolini ist das Empfinden für minimale Interventionen. Dies möchte ich an zwei Beispielen erörtern. Auf dem Land, in einem kleinen Dorf in Lothringen (Raucourt, 210 Einwohner), wurde Brandolini von der Délégation aux Arts Plastiques in Metz beauftragt, eine künstlerische Intervention für das Dorf zu entwerfen. Was verstand man unter künstlerischer Gestaltung für ein Dorf? Nach längeren Verhandlungen mit dem Bürgermeister und Mitgliedern des Gemeinderates wurde ein Programm definiert, das nicht unbedingt mit Kunst in Verbindung zu setzen ist: Kegelbahn, Pétanque, Kinderspielplatz, ein kleines Fußballfeld, Sitzplatz für die Älteren etc. Es konnte also nur um Kunst mit zusätzlichen sozialen Funktionen gehen. Brandolini versteht darunter eine Kunst im Sinne von Beuys sozialer Plastik. Die Subvention des Kunstministeriums wurde so vertretbar. Dann stand der einfache Entwurf, war aber nicht zu finanzieren. Da beschloss die Gemeinde, viele Teile in Eigenleistung zu realisieren, also mit tatkräftiger Beteiligung der Bevölkerung. Mit einem einfachen Bau als Ort für die Kegelbahn, einer Pétanquefläche in "terre battue", umrahmt von Eisenbahnschwellen aus Holz, ein paar Bänken und einer Wiese als Spielfläche für Kinder, war das Programm realisiert. Bei dieser Arbeit hat Lucius Burckhardts "intervento minimo" Brandolini, der Burckhardt gut kannte, inspiriert. Er hat alles auf das absolut Notwendige reduziert, kostensparend gearbeitet durch Verwendung von wieder verwerteten Materialen und durch die Beteiligung der Bürger finanzierbar gemacht. 

 

 

In der Großstadt Wien, an einem stark befahrenen Kreisverkehr, gewann Brandolini einen Wettbewerb für eine Platzgestaltung (Gaußplatz). Der Platz liegt mitten in einem preiswerten Wohngebiet, wo sozialschwächere In- und Ausländer wohnen. Der Ort ist ein Sammelbecken für Kinder und Jugendliche; rund um den Platz gibt es Gaststätten und Läden. Hier fand vor dem Wettbewerb ein Pilotprojekt der Stadt Wien mit Bürgerbeteiligung statt. Brandolini lässt den schwierigen Kreisel bestehen, schwierig weil er in der Mitte von zwei Straßenbahnlinien durchquert wird. Über die Mitte des Kreisels setzt er einen ornamentlosen Stahlring auf vier Stützen, der von Weitem das Zentrum des Kreisverkehr signalisiert. Auf einer Seite flankiert er den Kreisel mit einer langgestreckten Pergola, die seitlich eine Grünwand zum Kreisel bildet und auch als Trennung von Verkehr und Ruheflächen gedacht ist. Das Prinzip der Trennwand basiert auf einen Rhythmus zwischen geschlossenen und offenen Teilen, die den Fußgängern vom Bürgersteig aus den Zugang zum Park leicht möglich machen. Hier sind Nischen angeordnet, die das Spielen von Ruhezonen trennen. Was überrascht, ist die einfache Konstruktion des Ganzen, das aus nur zwei Materialien realisiert wurde: Stahl und Natursteinmauer. Dazu das Grün der Kletterpflanzen und das Holz der Platzmöblierung, die gezielt eingesetzt wurden. Hier besteht die Minimalisierung im Verzicht auf Effekte durch Gestaltung. Brandolini benützt wenige einfache Standardelemente, die aus dem Baumarkt kommen könnten. Er sagt dazu, dass diese tatsächlich in diesem Kontext entworfen worden sind, mit "grober Eleganz" (Aussage eines Journalisten). In einem anderen Maßstab verfolgt er das Prinzip des "intervento minimo" und erreicht durch Zurückhaltung und Einfachheit in der Gestaltung ein Resultat, das die Bewohner gerne annehmen und nutzen.

 

Zwischen Regionalismus und Globalisierung

Die Tatsache, dass Brandolini sich mit Regionalismus beschäftigt, könnte widersprüchlich erscheinen, da das Regionale, als Gegensatz zum Funktionalismus betrachtet wird, der das Globale im Auge hat. Es zeigt, wie stark er sich von der Funktionalismusdebatte gelöst hat, und wie er ihn mit aktuellen Themen in seine Entwurfsmethode integrieren kann. Er kannte sicher die Thesen von Paul Ricoeur und Kenneth Frampton zum "kritischen Regionalismus". Diese sagt aus, dass eine hybride Weltkultur dann entsteht, wenn eine Befruchtung zwischen bodenständigen Kulturen und Weltzivilisationen stattfindet, also zwischen Tradition und Innovation. Ganz in diesem Sinne entwirft er Inneneinrichtungen, die regionale Aspekte aufnehmen (Schullandheim Gersheim). Es entstehen Tische, Stühle, Wandschränke, Etagenbetten, Hocker, Vitrinen und Garderoben, sogar Türen und Wandverkleidungen in rotkernigem Buchenholz, ein Material aus der Region und bearbeitet von Schreinermeistern aus der gleichen Region. Alles wurde nach ökologischen Produktionskriterien realisiert (keine oder kleine Transportwege, natürliche Behandlung des Materials usw.). Die Intention war es, lokale ländliche Traditionen zum Ausgangspunkt des Entwurfs zu machen. Erinnert werden soll an die Entvölkerung und Neubesiedlung nach dem 30-jährigen Krieg, als die Saarpfalz mit Menschen aus dem Alpenraum neu besiedelt wurde. 

Die Wahl der Gestaltungsart ist historisch fundiert und aktuell durch den ökologischen Ansatz. Brandolini trifft den Geschmack einer breiten Bevölkerungsschicht und gleichzeitig ist aus professioneller Sicht das Design gelungen. Wieder kommt hier eine Anzahl von vielschichtigen Aspekten zur Geltung, was das Projekt bereichert und ihm Bedeutung gibt. Die Auseinandersetzung mit dem Regionalismus, nach einer ersten Phase des Radikal- und des Avantgardedesign, hat ihn zu einer Mäßigung in der Produktsprache gebracht, ohne dass sein Drang nach Einfachheit verloren ging. Er selbst hat sich in seiner reifen Phase seines Werks gefunden und bringt diese Vollkommenheit jetzt zum Ausdruck.

 

Die Erfahrungen als Artdirektor des Centre International d‘Art Verrier in Meisenthal

Die Artdirektion für das CIAV in Meisenthal (einem Projekt, welches wir mit französischen Kollegen gemeinsam aufgebaut haben) fällt in einen Augenblick von Brandolinis kultureller Entwicklung, in dem er die Bedeutung der historischen Aneignung eines Ortes konkret wahrnehmen konnte. Meisenthal ist ein Ort, der die Geschichte des Glases der Art-Nouveau- Schule von Nancy geprägt hat und noch heute durch den Besitz vieler großartiger Objekte in seinem Museum, große Bedeutung für die Kunstgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat. 

 

Brandolini erlebte in Person das Erwachen dieses kulturell stark von der Geschichte geprägten Ortes, konnte seinen Beitrag dazu leisten und erlebte persönlich, wie Aspekte des Regionalismus noch heute durch die Tradition des Ortes zum lebendigen Material werden können. Er griff unter anderem auf ein Lager mit hunderten Holzformen aus der früheren Produktion der Firma Burgun, Schverer & Cie zurück, ließ sie katalogisieren und restaurieren, so dass diese für die Produktion wieder einsetzbar wurden. Sie dienten als Ausgangsbasis für die Herstellung neuer Glasobjekte. Die Künstler und Designer veränderten die alten historisierenden Holzformen für die Entwicklung neuer Objekte. Diese Besonderheit, die Brandolini in seine eigene Produktion für die Kollektion der CIAV einführte und sie auch den Studierenden in seinen Kursen vermittelte, bildet die Basis der Formsprache seiner Meisenthaler Objekte. 

 

Seine für Kleinserien realisierten Objekte für den CIAV entstehen aus dem Geist der Variabilität des Gleichen in Form und Farbe. Als Standard für das Kunsthandwerk, wenn man diesen Widerspruch annimmt, der die Tätigkeit des Handwerks mit der Industrie-Form des Design verbindet. So entsteht bei Brandolini die Tendenz aus einer Form, wenn möglich, eine Serie unterschiedlicher Objekte zu entwickeln. Dies gilt sowohl für seine eigenen Objekte für die Kollektion des CIAV als auch für manche seiner Mitstreiter, vor allem aber für die von ihm organisierten, oder geleiteten Workshops mit Studenten.

 

Für ein ideologisch befreites Radikaldesign Andreas Brandolini ist und bleibt ein Mitstreiter für ein "anderes" Design, welches nicht leicht in die traditionellen Kategorien der Profession zu integrieren ist. In seiner Lehre sowie in seiner täglichen Entwurfsarbeit geht er meist von Lösungen aus, die dem traditionellen Industriedesign entgegen gesetzt sind. Sehr früh sagte er dem "sauberen", "ergonomischen" und "funktionsgerechten" Design den Kampf an (Eins, zwei, drei Eierbecher, HfbK Berlin, 1982). Seine Zitate in seinen Schriften machen deutlich, an was er sich orientiert und wovon er sich beeinflussen lässt. 

 

Da kommen Paul Virilio, Max Reinhardt, Blixa Bargeld, László Moholy-Nagy, William S. Burroughs, Roland Barthes oder Brian Eno vor (Ins Volle geplappert, 1984). Seine Kultur, die er sich nach seiner Ausbildung zum Architekten angeeignet hat, wurde durch seine Nähe zur damaligen Berliner Underground Bewegung der siebziger Jahre, den sogenannten wilden Jahren, geprägt. Diese Kunst- und Musikszene brachte Maler, Musiker, Modemacher, Schriftsteller und einige wenige Designer zusammen. Diese Begegnungen öffneten ihm den Horizont und machten ihm deutlich, welche Bedeutung der Transversalität im Denken und im Entwerfen zukommt. "Aus den Freizeit-Feierabend- und Unterhaltungsrebellen sind Professionals geworden" (aus: Die Berliner Designszene hat viele Gesichter 1989). "Es gibt nichts Neues zu entwerfen; ohne Stift und Zeichenbrett wird nur das verwendet, was die Industrie sowieso ausstößt. Gefördert wird nicht der Schweiß des Fleißigen, sondern das Schlitzohr, oder gar Genie eines Kaufhaus-Flaneurs, der mit der Erkenntnis, dass die Faulheit oft Mutter praktischer Erfindungen ist, mit Bedacht das eine oder andere Objekt aus dem reichhaltigen Angebot unserer Verkaufsplätze auswählt. Sei es, weil es ihn durch seine Hässlichkeit in eine kreative Unruhe versetzt, sei es, weil es ihn durch seine Eleganz verzaubert, oder auch nur weil es billig ist." ("Das Kaufhaus der Ostens" 1984). Diese Zitate machen deutlich, welche radikale Zensur Brandolini für das Design suchte und heute noch als vernünftig für ein "anderes Design" ansieht. In diesem Sinne hat er immer das heute von der Profession so geschätzte Marketing in Frage gestellt. Er stellt mit Recht fest, dass das Industrie Design von einer experimentierfreudigen Profession degeneriert ist hin zu einem von Produkttechniken und Marketingstrategien dominierten Handwerk. Er macht deutlich, dass beim Design nicht die Herstellbarkeit oder die Vermarktung im Vordergrund zu stehen haben, sondern das "auf die Spitze treiben eines Gedankens". Er hat recht, denn erst das bringt Innovation. Man sagt uns kontinuierlich, dass Design primär den Markt braucht. Brandolini macht uns deutlich, dass im Vorfeld für die Entwicklung von Design das Experiment steht, aus dem ein interessantes und gutes Serienprodukt für den Markt erst entstehen kann. Das Positive an der Radikalität Brandolinis sehe ich darin, dass er versucht, die Normalität des Gewöhnlichen zur Schau zu stellen. Er behauptet von sich, er habe nur die vermeintlich unscheinbaren Dinge etwas verändert (Wörterbuch, Kamingespräche, 1995). Hier schließt sich der Kreis, der den Weg von Brandolini im Design verfolgt, der von der Funktionalismuskritik über ein eigenes, ideologisch befreites Radikaldesign, zum alltäglichen, "einfachen" aber qualifizierten Design führt. An diesem Designprozess arbeitet er immer noch weiter, denn er hat seine Kritik an der Profession und der Gesellschaft seit Beginn der siebziger Jahre bis heute nicht aufgegeben. Brandolinis Weg, über etwa 45 Jahre hinweg, ist kulturell bereichernd, beruhigend und aufschlussreich in einer Zeit, in welcher Design prinzipiell vom Absatz auf den Märkten bestimmt wird.

 

François Burkhardt

 

 

Biografie

1951 geboren in Taucha bei Leipzig

1973-79 Studium der Architektur TU-Berlin, Dipl.-Ing.

1979-81 angesteller Designer / Architekt bei Produktentwicklung Roericht, Ulm

1981-85 Architektengemeinschaft Block, Brandolini, Rolfes, Berlin 

1982-86 "Bellefast" – Werkstatt für experimentelles Design, Berlin

1986-93 "Brandolini – Büro für Gestaltung", Berlin

1984 Gastprofessor für Design an der Hochschule für Gestaltung Offenbach

1981-89 Lehrbeauftragter für Design an der HdK Berlin

seit 1989 Professor an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken

1994-97 ARGE Brandolini-Lindner, Architekten, Wien

1996-2003 Directeur Artistique, Centre International d’Art Verrier (CIAV), Meisenthal/ Frankreich

1998-2001 Prorektor der HBKsaar

lebt und arbeitet seit 1993 in Petit-Réderching/Frankreich und Saarbrücken

 

Gastdozent, Vorträge, Workshops, Diplomprüfer: TU Graz, HBK Hamburg, Royal College London, Architectural Association London, Universität Sao Paolo, Insituto di Disegno Milano, Gesamthochschule Kassel, Bauhaus Universität Weimar, UdK Berlin, École des Beaux Arts de Brest, École Nationale Supérieure des Beaux Arts de Nancy, École des Beaux Arts Reims

 

Öffentliche Sammlungen

 

  • Kunstgewerbemuseen Düsseldorf, Berlin
  • Designsammlungen des "Fonds National d‘Art Contemporain", Paris
  • Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt 
  • "Neue Sammlung", Pinakothek der Moderne München

 

 

Ausstellungen

 

Einzelausstellungen

1988 "Chambre de Kassel", Galerie VIA, Paris 

1990 "Brandolog, Brandolini auf dem Teppich", Galerie Pentagon, Köln und prodomo, Wien

1992 Andreas Brandolini in der Galerie von Witzleben, Karlsruhe

1995 "Brandolini – Projekte 1992-1996", Stadtgalerie Saarbrücken 

2013 "Irgendwann in Meisenthal" – Glasobjekte von Andreas Brandolini, Centre International d‘Art Verrier Meisenthal, Glas- und Heimat-Museum Warndt, Völklingen-Ludweiler 

 

 

Ausstellungsbeteiligungen

1982 "For sale?" Design on the border, Österreich, prodomo, Wien (Gruppe Bellefast); "Möbel perdu – Schöneres Wohnen", (Gruppe Bellefast), Kunstgewerbemuseum Hamburg; "Mein Stuhl, Dein Stuhl, unsere Stühle", (Gruppe Bellefast), Deplana Forum/Deutscher Werkbund Berlin; "1,2,3….Eierbecher" (Gruppe Bellefast), Möbelgeschäft "Raumpunkt, Berlin 

1983 "Moderne Antiquitäten", Galerie Möbel Perdu, Hamburg (Gruppe Bellefast); "Bellefast", Studio Barbarossa, Stuttgart (Gruppe Bellefast); "light" bei High-Tech, Milano (Gruppe Bellefast); "Hat for 1984", One-Off, London (Gruppe Bellefast),

1984 "Zukunft der Metropolen”, Technische Universität Berlin, (Gruppe Bellefast); "Phoenix, New Attitudes in Design", Queen’s Quai Terminal, Toronto/Kanada; Gallery 49th Parallel, New York (Gruppe Bellefast); Galerie Möbel perdu, Hamburg; Galerie Strand, München; "Quartett bei Zeus", Mailand, (Gruppe Bellefast); "Kaufhaus des Ostens" ein Projekt der HdK-Berlin, Fachbereich für Industriedesign, Verkaufsausstellung, (Gruppe Bellefast)

1985 "49th Parallel", New York; "Berliner Zimmer" - Ausstellung zum Interior Design, Hotel Esplanade, Berlin, (Gruppe Bellefast); "Neues Deutsches Design", WDR Köln; 1986 "design Poker", HdK-Projekt und Bellefast-Präsentation Handelskammer Steiermark, Graz/Österreich; "Zwischen zwei Stühlen", Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis, Bregenz; "Berliner Zimmer", Internationale Möbelmesse Köln, (Gruppe Bellefast); "Prototypen. Avant-Garde-Design uit Berlijn", Rotterdamse Kunststichting, Rotterdam/Holland, (Gruppe Bellefast); "Gefühlscollagen – Wohnen von Sinnen", Kunstmuseum Düsseldorf, (Gruppe Bellefast); "Transit Berlin-West – Möbel und Mode" IDZ an der HdK Berlin, (Gruppe Bellefast); "Damenmöbel" – design-Galerie Weinand, Berlin; "Anteprima Europeo Design 86", ZEUS, Mailand, Paris, Köln, Tokio; "Betonmöbel", Design Galerie Weinand, Berlin; "Betonmöbel", Design Galerie Herbert Jakob Weinand, Berlin

1987 "documenta 8", Kassel; "19. Internationale Biennale", Sao Paulo/Brasilien ; "Medien-Möbel",Showroom Berliner Zimmer, Berlin; "Der neue reiche Tisch", ZEUS, Milano; "SALEM" (mit Eva Maria Ocherbauer), Design Galerie Weinand, Berlin

1988 "prototypen der DesignWerkstatt", Kaufhaus Wertheim, Berlin; "Berliner Zimmer", Internationale -Möbelmesse, Köln; "Design heute, Maßstäbe: Formgebung zwischen Industrie und Kunst-Stück", Deutsches Architekturmuseum Frankfurt; "Il segno e mobile", Cassero, Monte Savino/Italien; "Les Avant-Gardes Du Mobilier – Berlin", Centre Pompidou Paris, Galerie Neotu, Paris; "International Design Forum", Singapur

1989 "Seating-Project" Art-Frankfurt; "Rastlos 82/89 – Ein Treffen europäischer Designer", prodomo Wien; "Rastlos 82/89 – the project", prodomo, Wien; "Prototypen der DesignWerkstatt" Rotterdamse Kunststichting; "Ready-Maids", Madam Sata, Sao Paulo

1990 "Berliner Weg, Prototypen der Designwerkstatt", Berlin, Köln, Rotterdam, Bern, 1988-1990, GA; "First – International Design – Forum", Singapur; "Designed in Germany since 1949", Rat für Formgebung, Los Angeles, New York, Toronto

1991 "Capitales européennes du Nouveau Design", Galerie du CCI au Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, Paris; "Formes des Métropoles", Paris; "Rauh aber herzlich", Goethe Institut Mailand; "Abet-Designwerkstatt", Berlin, Hamburg u.a., Interferenzen: kunst aus westberlin, Riga/Lettland; "Das seating project" – Zehn Designer entwerfen Sitzmöbel, ART Frankfurt

1992 "Kopfsprünge – Design erleben im Stadtbad", Gemeinschaftsausstellung, DesignLabor Bremerhaven; 18. Triennale di Milano "Der breite und die schmale Wege", Rat für Formgebung, Frankfurt 

1994 "Kunstflug Rheinisches Design", Ausstellungskatalog, Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof 

1997 "Etno Logic”, Spazio Zeus, Milano 

1998 "bewußt, einfach – Das Entstehen einer alternativen Produktkultur", Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen

1999 "Pfirschblüt & Cyberblau", Kornspeicher, Weimar 

2001 "touché", Berliner Rathaus

2002/2003 "Moins et plus, le design" dans la collection du fonds national d’art contemporain, Musée d’art modern de Sainte Etienne Métropole Paris

2005 "Passagen" – Interior Design in Köln

2012 Meisenthal, le feu sacré, Site du Grand-Hornu, Hornu/Belgique

2014 Meisenthal, le feu sacré, Institut Frauncais, Milano, Italien

2014/15 "Schrill, bizarr, brachial", Bröhahn Museum, Berlin

2015 Trésors de Sable et de Feu. Verre et Cristal aux Arts Décoratifs, XIV - XXI Siècle; Museé des Arts Décoratifs, Paris

 

 

Kunst im öffentlichen Raum

 

  • Sitzungssaal der SPD-Fraktion im Saarländischen Landtag, 1992
  • Haltestelle Leinaustraße, Hannover, 1994
  • Präsentteller für die SPD-Landtagsfraktion Saarbrücken, 1995
  • Spielbank Saarbrücken, BELETAGE, 1995
  • Rezeption Kinderklinik Homburg, 1996
  • Juwelier- und Goldschmiedewerkstatt Rigo Groß, Saarlouis, 1996
  • Infocenter und Kundencenter, Stadtwerke Saarbrücken, 1996
  • "CIRVA: le verre", Centre la Vieille Charité, Marseille, 1997
  • Möbel für Schullandheim im Gersheim, 2005

 

 

Brandolini Büro für Gestaltung

Mitarbeiter in Saarbrücken:

Gudrun Albrecht, Axel Bollinger, Dieter Boppert, Christoph Bühler, Carsten Feil, Jörg Gimmler, Klaus Hackl, Sebastian Hien, Hannes Käfer, Tom Karg, Bernd Kleebeck, Josef Klein, Martin Menzner, Stefan Sauer, Frank Schilling, Julia Schmidt, Viki Schwenk, Thoma Sittler, Jan Theissen, Sabine Wilhelm

Mitarbeiter in Berlin:

Werner Aisslinger, Karin Schmidt-Ruhland, Jörg Hundertpfund, Jasemin Selmanagic, Christof Walther, Alexander Zielinski

Mitarbeiter in Wien:

Hilmar Bauer, Bernhard Radke

 

 

Bibliografie

 

Monografien

 

  • Brandolog. Brandolini auf dem Teppich. Wien 1990
  • Martin Schmitz (Hg.): Der Haken. Texte über Design von Andreas Brandolini. Kassel 1990
  • Andreas Brandolini Kamin Gespräche. Interviews und Monologe unter Mitarbeit von Daniel Funke. Kassel 1994, S. 132 ff
  • Andreas Brandolini: Projekte 1992-1996. Saarbrücken 1995

 

Herausgeber

 

  • Andreas Brandolini (Hg.): Platz machen, für "steirischer herbst" (Graz). Berlin 1991

 

Sammelschriften

 

  • 1, 2, 3 Eierbecher. Studienarbeit Hochschule der Künste. Berlin 1982
  • For sale? Design on the border. Wien 1982, o. S.
  • Möbel perdu – Schöneres Wohnen. Hamburg 1982, S. 32
  • Rolf-Peter Baacke, Uta Brandes, Michael Erlhoff: Design als Gegenstand. Einleitung in eine Phänomenologie. Dritter Teil. Berlin 1983, S. 149-153
  • Axel Stumpf: Kaufhaus des Ostens. Hannover 1984, o. S
  • Phoenix-New Attitudes in Design. Toronto 1984, S. 9, 37, 72, 73, 100
  • Volker Albus, Michel Feith, Rouli Lecatasa, Wolfgang Schepers und Claudia Schneider-Esleben (Hg): Gefühlscollagen - Wohnen von Sinnen. Düsseldorf 1986, S. 133
  • Transit Berlin West – Möbel und Mode. Berlin 1986, S. 8, 9
  • Zwischen zwei Stühlen. Lochau 1986, S. 72, 92, 159, 168, 170, 171
  • prototypen – Avantgarde Design uit Berlijn. Rotterdam 1986, o. S.
  • Kunstforum Bd. 82, 90, 99. Köln 1987/89
  • Berliner Designhandbuch. Berlin 1987
  • Berliner Wege – Produkt und Design aus Berlin. Berlin 1987, S. 25-27
  • documenta 8. Kassel 1987, Band 2, S. 3, 35
  • WIND World Interior Design No. 3 (Japan), 1987, S. 32 ff
  • 19. Biennale International. Sao Paulo 1987, S. 309
  • il segno e obile. San Savino 1988, S. 4, 9, 19, 20
  • Jocelyn de Noblet, Design – Le geste et le compass. Paris 1988, S. 217, 222
  • Berliner Wege – Industriedesign aus Berlin. Berlin 1988
  • Berliner Zimmer. Berlin 1988, S. 2, 6
  • Les Avant-Gardes du Mobilier-Berlin. Berlin/Paris 1988, S. 10, 11, 30, 31, 58
  • Design heute. München 1988, Abb. 604
  • Christian Borngräber: Prototypen der Designwerkstatt. Berlin 1988, S. 85-95
  • Masterpieces Edition B-S. 1988
  • Design. Paris 1989
  • Berliner Architekturpreis – Wettbewerb für ein Signet. Berlin 1989
  • Jahresbericht des Internationales Design Zentrum 1988. Berlin 1989
  • BLUEPRINT. 1989 Titelseite, S. 39
  • wind – world interior design, Nr. 7, Japan. O. O., 1989, S. 71
  • Pressespiegel zur Designwerkstatt Berlin. Berlin 1989 
  • IDZ-Protokolle III Wettbewerb Architekturpreis. Berlin 1989, S. 40 ff.
  • Kunstforum. Köln 1989, Titelbild, S. 85-87; 92-95
  • Jörg Huber, Martin Heller, Hans Ulrich Reck (Hg): Imitationen – Nachahmung und Modell: Von der Lust am Falschen. Museum für Gestaltung, Zürich 1989
  • Das seating project, 1989
  • International Design Yearbook 89/90. London/München 1989, S. 59
  • Rastlos 1982/1989 – the project. Wien 1989, o. S.
  • Design heute. Internationale Industrie-Design Ausstellung, Japan 1989, Abb. 490, S. 492
  • Designed in Germany. München 1990
  • Kunst-Bulletin 5, Wiesbaden/Bern 1990, S. 18
  • 80s Style. London/München 1990, S. 87, S. 228
  • INSIDE – homes and design, 1990, S 6 ff.
  • Michael Erlhoff (Hg): Deutsches Design. München 1990, Abb. 585, 588, 622-624
  • Zeit Magazin Nr. 18, Hamburg 1990, S. 92 ff.
  • Designed in Germany. München 1990
  • W.IN.D, Nr. 11, Japan 1990, S. 105
  • Masterpieces Edition B-S Edition Favourites. Galerie Weinand, Berlin o. J.
  • COCKTAIL, Heike Mühlhaus Berlin o. J.
  • DREFOX – 13 Holzschalen. Wien 1991, S. 8, 9
  • Markierungen – Möbel und Kunststücke in Berlin 1983-1990, Berlin 1991
  • Formes des Metropoles. Paris 1991, S. 78
  • Rude ma sincero-nuovo design Tedesco. Mailand 1991
  • Stadtforum Berlin, Berlin 1991
  • Steirische Wirtschaftszeitung, Juli 1991, S. 25
  • Neue Zeit, Juli 1991, S. 29
  • Zeit Magazin, 3.10.1991
  • Interferenzen: Kunst aus Westberlin 1960-1990. Berlin 1991, S. 102, 103, 340
  • Andreas Brandolini: Ottagono, 100. Mailand 1991, S. 64 ff
  • Die Benutzeroberfläche der Stadt. Rastlos für Stadtforum Berlin. Berlin 1991
  • Erinnerungen. Design für Städte und Gemeinden des Saarlandes. Hochschule der Bildenden Künste Saar. Saarbrücken 1991, S. 18, 76
  • Hochschule der Bildenden Künste Saar, Nr. 1 der Schriftenreihe. Saarbrücken 1991, o. S. 
  • Edition Favourites. Galerie Weinand, Berlin o. J.
  • COCKTAIL, Heike Mühlhaus. Berlin o. J.
  • Masterpieces Edition B-S AIT, Architektur, Innenarchitektur, Technischer Ausbau: 11-96, S. 85 ff
  • Lothar Romain (Hg.): Busstops, Internationales Design-Projekt 1992, Hannover/München 1992, S. 17-21, 90-99
  • Designbilanz. Köln 1992
  • 100% MAKE UP Crusinallo, 1992
  • Design Bilanz. Köln 1992, S. 34, 40-43, 51, 75, 79, 84, 98, 100-109, 251, 257, 273, 280, 282-284, 286, 291-293, Abb. 128, 48
  • La casa di Alice. Parma 1992
  • World design Nationalism and Globalism in Design. New York 1992, S. 33, 36, 37
  • Stadtidee Stadtforum. Berlin 1992, S. 9-39
  • Der breite und die schmale Wege. Rat für Formgebung. Frankfurt 1992 
  • Hugh Aldersey-Williams: Nationalism and Globalism in Design. New York 1992, S. 33, 37
  • Kopfsprünge. Design erleben im Stadtbad. Bremerhaven 1992, S. 24 ff
  • Alessandro Mendini and… La fabrica estetica. 1992, Abb. 10 u. S. 249
  • frieze – International Art Magazine. 1993, S. 30 ff
  • Progetto/oggetto. Arosio/Italien, 1993
  • Jardin des Modes, 1993, S. 90, 91
  • Modernité et modestie. Liège 1993, S. 44-51
  • Euro Design. Japan, 1993
  • Ottagono 100. Milano 1993
  • Glas – 33 Mirrors. Milano 1993, Abb. 4
  • design come, No. 0, 1993, S. 20 ff
  • Progetti e territoto’94. Verona 1994
  • Thomas Hauffe: Fantasie und Härte – Das Neue deutsche Design der achtziger Jahre. Gießen 1994, S. 109, 141 ff
  • Les villages 1994. Paris 1994
  • WIND – WORLD INTERIOR DESIGN, Nr. 27, 1994, S. 73
  • Design Horizonte – Vorbild. Abbild. Trugbild. 1994, S. 94, 95
  • Uta Brandes: Über die Bearbeitung der Normalität. In: Busstops. Internationales Design-Projekt 1994. Hannover 1994, S. 18-21, 90 ff
  • domus Nr. 762. Milano, Juli/August 1994, S. 64+65
  • Kunstflug Rheinisches Design. Kunstmuseum Düsseldorf 1994, S. 48
  • AXIS, Tokyo 1995, S. 44, 45
  • INTERNI, Milano, April 1995, S. 130 ff
  • Nomadologie der Neunziger – steirischer herbst. Ostfildern 1995, S. 58, 146 ff.
  • designreport Nr. 10, 1995, S. 34 ff.
  • Möbel Raum Design International 1*95, S. 28 ff
  • Tight Rope, HBKsaar, Saarbrücken 1995, S. 54
  • Saar-Terrassen. Zum städtebaulichen Wettbewerb "Regierungsviertel Saarbrücken". in: Saarbrücker Hefte, 1996, S. 72
  • Perspektiven. Wien 1996, S. 12, 13
  • Collezione Design 1996 
  • domus Nr. 783 Juni 1996, S. 44-47
  • Bauwelt, Heft 29, 1996, S. 1672, 1673
  • Reflexionen. Drei Jahre Glaswerkstatt Meisenthal. Saarbrücken 1996, S. 62, 85
  • AIT – Architektur Innenarchitektur Technischer Ausbau, 11-96, S. 85
  • Domusdossier, April 1997 (Utilism International), S. 54, 55
  • International Design Yearbook 96/97, London/München 1996
  • Ideales Heim – Das Schweizer Wohnmagazin, 11/97, S. 112 ff
  • AIT, Leinfelden 1997, S. 68, 69
  • Hausgemacht. 1997
  • Etno Logic. Milano 1997
  • Made in Senigallia, 1997, S. 44
  • Volker Albus : bewußt, einfach – Das Entstehen einer alternativen Produktkultur, ifa Institut für Auslandsbeziehungen e.V., Bonn 1998, S. 48-60
  • Architekten als Designer. München 1998, S. 58, 190
  • Abitare 389, 1999, S. 163
  • Katerina Vatsella: Emotion Farbe. Fragen an Andreas Brandolini. In: Pfirschblüt&Cyberblau. Goethe. Farbe. Raum. Weimar 1999, S. 122-127
  • Die künstliche natur des lichts. Saarbrücken 2001, die lange nacht des lichts, 23. Juni 2001, Saarlandmuseum Saarbrücken. Ein transmediales Projekt der HBKsaar, S. 88-91
  • Antje Monz, Johan Monz: Design als Therapie, – Raumgestaltung in Krankenhäusern, Kliniken, Sanatorien. Leinfelden-Echterdingen 2001, S. 126-129
  • Touché – Arbeiten mit Glas in Meisenthal. Saarbrücken 2001, S. 12-21, 29
  • Moins et plus, le design – dans la collection du fonds national d’art contemporain. Paris 2002, S. 187
  • ZEUS 20 anni di passion. 1984-2004, 2004, S. 49
  • Franco Bertoni: Minimalist Design. 2004, S. 172 ff.
  • Passage. Köln 2005, S. 4
  • Collections Privées – 1999-2005 histoire d’un parcours Nanterre/Frankreich, 2005
  • Handwerken. Saarbrücken 2006
  • Country – Die neue Lust auf ländliche Lebensart, (Zeitschrift). Hamburg 2006
  • made in meisenthal. Meisenthal, 2007, S. 50, 51, 68-71
  • Bernd Polster Wohndesign Deutschland. Die Klassiker. Köln 2008, S. 403
  • Marta Herford: Nullpunkt. Nieuwe GERMAN Gestaltung. Herford 2009, S. 122, 
  • Anne Bony: Meubles et Descors des années 80. Pamplona/Spanien 2010
  • KAUFHAUS DES OSTENS – Studienhefte Problemorientiertes Design 4, Hamburg 2012
  • Meisenthal, le feu sacré. Meisenthal 2012, S. 108, 109
  • Andrea Bierle: Zwei aus gutem Holz, S. 54-56
  • Max Borka: An die jungen Designer, bellefast-berlin. Interview mit Andreas Brandolini, S. 128-134
  • Andrea Mehlhose, Martin Wellner (Fremd-körper®): Moderne Wohnaccessoires 100 Jahre Design. Potsdam 2012, S. 93, 222

 

 

Fernsehfilme

 

  • Christian Borngräber und Bob Rooyens: Aufbruch zum Durchbruch. Eine Schau zum Neuen Deutschen Design. WDR Köln, 1985
  • Ingo Langer: Der Sehnerv darf verletzt werden – aber das Sitzfleisch nicht. SFB – Berlin, 1989
  • Andreas Brandolini: Zuhause: 30 Statements aus 11 Städten. 1991 (Video)
  • Jeunes pousses de verre, CIAV Meisenthal, 2004

 

Redaktion: Ursula Kallenborn, Claudia Maas 

 

Homepage

www.brandolini.de

 

 

Quelle

  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Brandolini, Andreas (Dossier 1035)

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