Victor Fontaine. Foto: Archiv Ula Hoc

Victor Fontaine 

Victor Fontaine, Porträt eines Kindes, 1941, Bleistift auf Papier, 21 x 23 cm. Foto: Thomas Wolf

Porträt eines Kindes, 1941, Bleistift auf Papier, 21 x 23 cm 

Victor Fontaine, Rußland, 20.12.1942, Bleistift auf Papier, 30 x 20 cm. Foto: Thomas Wolf

Rußland, 20.12.1942, Bleistift auf Papier, 30 x 20 cm 

Victor Fontaine, 19.12.1950, Bleistift auf Papier, 41,5 x 29,5 cm. Foto: Thomas Wolf

19.12.1950, Bleistift auf Papier, 41,5 x 29,5 cm 

Victor Fontaine, Bodenvase, 1950er Jahre, Keramik, Höhe 100 cm. Foto: Thomas Wolf

Bodenvase, 1950er Jahre, Keramik, Höhe 100 cm 

Victor Fontaine, o. T., 1950er Jahre, Öl auf Karton, 60 x 40 cm. Foto: Thomas Wolf

o. T., 1950er Jahre, Öl auf Karton, 60 x 40 cm 

Victor Fontaine, o. T., 1957, Öl auf Leinwand, 70 x 62 cm. Foto: Thomas Wolf

o. T., 1957, Öl auf Leinwand, 70 x 62 cm 

Victor Fontaine, Glasfenster (Detail), 1959/60, Firmengebäude Hœstemberghe & Klütsch, Saarlouis. Foto: Thomas Wolf

Glasfenster (Detail), 1959/60, Firmengebäude Hœstemberghe & Klütsch, Saarlouis 

Victor Fontaine, o. T., 1960, Acryl auf Leinwand, 100 x 80 cm. Foto: Thomas Wolf

o. T., 1960, Acryl auf Leinwand, 100 x 80 cm 

Victor Fontaine, Pferdehalter, Lautenspielerin, Lastenträgerin, 1963, Fliesen, bemalt, 300 x 113 / 300 x 124 cm, Schule am Römerkastell, Dillingen. Foto: Thomas Wolf

Pferdehalter, Lautenspielerin, Lastenträgerin, 1963, Fliesen, bemalt, 300 x 113 / 300 x 124 cm, Schule am Römerkastell, Dillingen 

Victor Fontaine, Wandgestaltung, 1966, Glasmosaik, Naturstein, 500 x 2000 cm, Landesamt für Zentrale Dienste, Amt für Bau und Liegenschaften, Ehem. Staatliches Hochbauamt, Saarbrücken. Foto: Thomas Wolf

Wandgestaltung, 1966, Glasmosaik, Naturstein, 500 x 2000 cm, Landesamt für Zentrale Dienste, Amt für Bau und Liegenschaften, Ehem. Staatliches Hochbauamt, Saarbrücken 

Arbeitsgemeinschaft Victor Fontaine und Eberhardt Killguss, Stelenfeld, 1971, Betonguss, Ford-Hochhaus, Saarlouis-Beaumarais. Foto: Thomas Wolf

Arbeitsgemeinschaft Victor Fontaine und Eberhardt Killguss, Stelenfeld, 1971, Betonguss, Ford-Hochhaus, Saarlouis-Beaumarais 

Victor Fontaine, Brunnen, 1971, Pflastersteine, Metall, Saarlouis-Roden. Foto: Thomas Wolf

Brunnen, 1971, Pflastersteine, Metall, Saarlouis-Roden 

Victor Fontaine, Hommage à Nay, 1973, farbige Tusche auf Architektenpapier, 83 x 60 cm. Foto: Thomas Wolf

Hommage à Nay, 1973, farbige Tusche auf Architektenpapier, 83 x 60 cm 

Victor Fontaine, o. T., 1976, Aquarell, Tusche auf Papier, 29,7 x 42 cm. Foto: Thomas Wolf

o. T., 1976, Aquarell, Tusche auf Papier, 29,7 x 42 cm 

Victor Fontaine, 79/108, 1979, Öl auf Papier, 50 x 70 cm. Foto: Thomas Wolf

79/108, 1979, Öl auf Papier, 50 x 70 cm 

Victor Fontaine, 38/308, 1978, Acryl auf Papier, 49 x 58,8 cm. Foto: Thomas Wolf

38/308, 1978, Acryl auf Papier, 49 x 58,8 cm 

Victor Fontaine, 2294, 1986/87, Öl auf Leinwand, 90 x 110 cm. Foto: Thomas Wolf

2294, 1986/87, Öl auf Leinwand, 90 x 110 cm 

Victor Fontaine, o.T., 1980er Jahre, Acryl auf Rupfen, 198 x 123 cm. Foto: Thomas Wolf

o.T., 1980er Jahre, Acryl auf Rupfen, 198 x 123 cm 

Victor Fontaine, o.T., 1980er Jahre, Öl auf Leinwand, 180 x 220 cm. Foto: Thomas Wolf

o.T., 1980er Jahre, Öl auf Leinwand, 180 x 220 cm 

Victor Fontaine, 5115, 1984, Öl auf Leinenpapier, 51 x 73 cm. Foto: Thomas Wolf

5115, 1984, Öl auf Leinenpapier, 51 x 73 cm 

Victor Fontaine, o.T., 1987, Druckerfarbe, Öl auf Papier, 72 x 52,5 cm. Foto: Thomas Wolf

o.T., 1987, Druckerfarbe, Öl auf Papier, 72 x 52,5 cm 

Victor Fontaine: o.T., 1980er Jahre, Druckerfarbe auf Zeitungspapier, 47 x 40 cm. Foto: Thomas Wolf

o.T., 1980er Jahre, Druckerfarbe auf Zeitungspapier, 47 x 40 cm 

Victor Fontaine: o.T., um 1987, Acryl auf Papier, 75 x 95 cm. Foto: Thomas Wolf

o.T., um 1987, Acryl auf Papier, 75 x 95 cm 

Victor Fontaine, 15051, 1990, Öl auf Papier, 50 x 70 cm. Foto: Thomas Wolf

15051, 1990, Öl auf Papier, 50 x 70 cm 

Victor Fontaine, 92/7 4004, 1992, Acryl auf Leinwand, 90 x 109 cm. Foto: Thomas Wolf

92/7 4004, 1992, Acryl auf Leinwand, 90 x 109 cm 

Victor Fontaine, 93/900S, 1993, Acryl auf Leinenpapier, 40 x 50 cm. Foto: Thomas Wolf

93/900S, 1993, Acryl auf Leinenpapier, 40 x 50 cm 

Victor Fontaine, 17, 1993, Öl auf Leinwand, 110 x 90 cm. Foto: Thomas Wolf

17, 1993, Öl auf Leinwand, 110 x 90 cm 

Victor Fontaine, mashine break, 1995, Öl auf Leinwand, 90 x 69,5 cm. Foto: Thomas Wolf

mashine break, 1995, Öl auf Leinwand, 90 x 69,5 cm 

Fontaine, Victor

Letzte Änderung: 13/05/2016

Der Saarlouiser Maler Victor Fontaine setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg stark dafür ein, ein kulturelles Angebot im Land aufzubauen. Er war ein Macher, der vieles anpackte und realisierte. Als Künstler war er sehr vielseitig und enorm produktiv. Mit seinen zahlreichen Werken an und in Gebäuden im Landkreis Saarlouis und darüber hinaus prägte er seit Ende der 1950er Jahre das öffentliche Erscheinungsbild entscheidend mit.

 

Unter den künstlerischen Hervorbringungen des Saarlandes nimmt sein Werk eine eigenständige Position ein. Unabhängig von etablierten Künstlervereinigungen wie der neuen gruppe saar oder dem Saarländischen Künstlerbund verfolgt Fontaine konsequent seinen individuellen Weg von gegenständlichen Anfängen zu einer abstrakten Gestaltungsweise. Dabei löst er sich bis zuletzt formal nicht vollständig von gegenständlichen Motiven oder von Assoziationen an Figuratives. Doch selbst in Werkgruppen mit figürlicher Thematik wie den Porträts, Akten oder Landschaften interessieren ihn die Gesetzlichkeiten und die Stimmigkeit des Bildes stärker als wiedererkennbare Details. Es geht Fontaine nicht um das Abbilden, sondern um ein Nachvollziehen von Zusammenhängen, Strukturen und Prozessen mit bildnerischen Mitteln.

 

Schon in den wenigen frühen Zeichnungen vom Anfang der 1940er Jahre, die erhalten blieben, ist Fontaines Gespür für Proportionen und Flächenaufteilung deutlich erkennbar. Während er sich in dem Kinderbildnis von 1941 noch stärker um eine realistische, das plastische Volumen betonende Wiedergabe des Kopfes bemüht, dominiert in der Bleistiftzeichnung eines Soldaten aus dem Jahr 1942 eine mit wenigen Linien und weichen Schattierungen deutlich abstrakter angelegte Kapuze flächenmäßig gegenüber der differenziert ausgearbeiteten Gesichtspartie. Die Augen bleiben unsichtbar, dadurch erhält das Porträt etwas Unbestimmtes. In diesem Blatt integriert Fontaine die Beschriftung im unteren Teil formal in die Bildkomposition und gibt ihr auch inhaltliches Gewicht. Auffallend ist die Sicherheit der Strichführung, sowohl in der Zeichnung als auch in der Handschrift. Die skizzenhaften Aktzeichnungen aus der Studienzeit belegen ebenfalls Fontaines zeichnerisches Talent. Spontan sind die kurvigen Linien jeweils aufs Papier gesetzt, mit souveräner Bewegung markieren sie die weiblichen Konturen.

 

Von 1950 bis 1953 studiert Victor Fontaine an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken bei Boris Kleint und Anneliese Braunmüller. Die Entscheidung dazu war in den Kriegs- und Gefangenenjahren herangereift, als er Malkurse bei den Künstlern Paul Dierkes und Jan Bontjes van Beek besuchte und über diesen Kontakt erstmals Zugang zur zeitgenössischen Kunst fand. Fontaine selbst berichtet 1986 in einem Interview, dass er diesen neuen, modernen Bildideen anfangs mit Unverständnis begegnete. Erst später begriff er, welche Schätze Bontjes ihm gezeigt und welche Grundlagen zum Umgang mit Kunst er ihm beizubringen versucht hatte. Im Studium legt Fontaine den Schwerpunkt auf keramisches Gestalten. An der Staatlichen Werkschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen intensiviert er seine in Saarbrücken erworbenen Fertigkeiten und beendet dort seine Ausbildung 1960 mit der Meisterprüfung im Töpferhandwerk.

 

Die Gebrauchskeramiken, die Fontaine in den 1950er Jahren in größerer Anzahl herstellt, sind von bewusst einfacher Gestalt, frei von jeder dekorativen Schnörkelei. In ihrer archaisch anmutenden Urtümlichkeit besitzen sie eine über den bloßen Zeitgeschmack hinausreichende Schönheit. Während die großen unglasierten Pflanzkübel und Gartenkeramiken einen rustikalen Materialreiz entfalten, sind die kleinen, ganz unterschiedlich geformten Gefäße oft mit farbigen Glasuren veredelt und manchmal auch mit figürlichen Szenen bemalt.

 

Fontaines gegenständliche Darstellungen der 1950er und 60er Jahre sind zeichenhaft und expressiv. In der Malerei verwendet er entweder spitze, dreieckige Formen wie im Ölbild des Toreros, um die Dynamik und Gefährlichkeit der Situation zu veranschaulichen, oder er bringt über die Farbigkeit emotionale Bewegung ins Bild. In seinen während der 1960er Jahre ausgeführten Fliesenarbeiten in öffentlichen Bauten bevorzugt Fontaine ebenfalls kantige, geometrische Formen, so z.B. in den beiden Wandbildern im Treppenhaus der Schule am Römerkastell in Dillingen, die raumhohe figürliche Darstellungen zeigen. Die geometrische Formensprache und die reduzierte Farbwahl verleihen der Darstellung eine prägnante, etwas schematische Ausdrucksqualität. Durch die Typisierung der Gestalten schafft Fontaine Sinnbilder praktischer Tätigkeiten des Menschen. Seine Wandarbeiten im Treppenhaus und großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Saarlouis weisen, einmal als bemalte Fliesen, einmal als Holzintarsie, eine ganz ähnliche konstruktive Formgliederung auf. Auch sie spiegeln den allgemeinen Stil der Zeit wider, der Einflüsse des Konstruktivismus, Expressionismus und Kubismus erkennen lässt, und besitzen dennoch die für Fontaine spezifische Gestaltungsart. Im Rahmen der Bauaufgabe vorgegeben erfüllen diese Werke den Auftrag, einem bedeutenden öffentlichen Gebäude ein zeitgemäßes Aussehen zu geben und gleichzeitig Tätigkeiten des arbeitenden Menschen als zeitlose Allegorien zu idealisieren.

 

Kommt Victor Fontaine in den Fliesen-, Relief- und Klinkerarbeiten seine keramische Grundausbildung zugute, so findet er doch in weniger vertrauten Techniken ebenso bemerkenswerte Lösungen. Lang ist die Liste der Aufträge für Arbeiten im öffentlichen, sakralen und privaten Raum, die Fontaine seit den 1950er Jahren ausführt, ganz unterschiedlich sind die Aufgaben: Wandgestaltungen in diversen Techniken, von Keramik über Holz, Metall, Malerei bis hin zu Emaille oder Glas, daneben Plastiken, Brunnen, Betonglasbilder. An vielen Orten in den Landkreisen Saarlouis und Merzig, aber auch im Raum Völklingen und Saarbrücken begegnen wir den künstlerischen Gestaltungen Victor Fontaines.

 

Bedauerlicherweise sind mehrere von Fontaines Arbeiten an öffentlichen Bauten im Zuge von Umbaumaßnahmen und Gebäudesanierungen im Laufe der Zeit verschwunden, so die Fassadenverkleidung des Arbeitsamtes Saarlouis, die Metalldrahtplastiken an der Don Bosco Grundschule in Saarlouis oder das Klinkermosaik am Peter-Wust-Gymnasium in Merzig. Umso erfreulicher erscheint es, dass das selbst heute noch sehr modern anmutende starkfarbige Glasmosaik mit vorgeblendeten Marmorplatten aus dem Jahr 1966, das sich im Sitzungssaal des ehemaligen Staatlichen Hochbauamtes, heute Amt für Bau und Liegenschaften, in Saarbrücken über eine Länge von 20 Metern durch den gesamten Raum erstreckt, auch nach der Renovierung des Gebäudes unverändert erhalten blieb.

 

Auch das große, dreiteilige Bleiglasfenster, das Victor Fontaine um 1960 für die Saarlouiser Firma Hœstemberghe & Klütsch schuf, erstaunt in seiner künstlerischen Qualität. Die farbige Verglasung reicht über drei Stockwerke und hinterlegt das Treppenhaus mit einem farbigen Licht. In der formalen Gestaltung greift Fontaine neben rein geometrischen Figuren vereinfachte Elemente auf, die Hinweise geben auf die Betätigungsfelder des Auftraggebers im Bereich des Bergbaus und Hüttenwesens, wie Hochöfen, Kühltürme oder Strommasten.

 

Mehrere umfangreiche Arbeiten im öffentlichen Raum sind in Kooperation Victor Fontaines mit dem Bildhauer Eberhard Killguss entstanden. Zeitweise arbeiten die beiden in einem großen, gemeinsamen Atelier in Dillingen. Zu ihren Gemeinschaftsproduktionen zählen u.a. die wegen Baufälligkeit längst entfernte Fassade des Arbeitsamtes Saarlouis, das Betonrelief im Eingangsbereich des Hallenbades in Beckingen, die Bronzeplastik des französischen Soldaten Lacroix auf der Vaubaninsel im Saarlouiser Stadtgarten oder die vielteilige Betonplastik vor dem sog. Fordhochhaus in Saarlouis-Beaumarais aus dem Jahr 1971.

 

In seiner Malerei löst Fontaine sich bereits Mitte der 50er Jahre vom gegenständlichen Motiv, auf das er jedoch immer wieder zurückkommt. Die Kompositionen sind zunächst orthogonal strukturiert. Rechteckige Farbfelder unterschiedlicher Größe und Farbigkeit schließen sich zu einem dichten, die Bildmitte betonenden Flächenverband zusammen. Die farbigen Muster erinnern vage an hochwertige kunsthandwerkliche Produktionen. In den 1960er Jahren passiert in der Malerei wenig. Fontaine konzentriert sich in dieser Zeit stärker auf kunsthandwerkliche Produktionen und künstlerische Gestaltungen im Zusammenhang mit Bauwerken. Nach 1970 verlagert er dann seinen künstlerischen Schwerpunkt. Ab dieser Zeit entsteht ein riesiges Konvolut an Bildern, die meisten in Öl auf dickerem Papier, doch zeigt sich Fontaine durchaus experimentierfreudig, malt auch in anderen Techniken auf den unterschiedlichsten Bildträgern.

 

In einer Gruppe von Arbeiten, von denen mehrere mit dem Jahr 1973 datiert sind, entfalten die Farben eine ungewöhnlich intensive Leuchtkraft. Sie sind in farbiger Tusche auf Architektenpapier gemalt, wobei die Tusche das transparente Papier durchtränkt und so eine maximale Farbsättigung bewirkt. Die formale Gestaltung variiert zwischen Scheibenakkumulationen, wie wir sie von Werken Ernst Wilhelm Nays her kennen, und freien, informellen Farbverläufen, die den Zufall als gestaltenden Faktor miteinbeziehen. Von den geometrischen Kompositionen der 1950er Jahre sind diese Farbexplosionen weit entfernt, obwohl es auch hier Beispiele für streng gefasste farbige Segmentgliederungen gibt.

 

Angeregt durch Nay hat Fontaine viele Bilder mit sich dynamisch ballenden Kreisformationen gemalt. Dem Kreis kommt als in seinem gesamtem Schaffen immer wiederkehrende Grundform eine besondere Bedeutung zu. Bereits 1973 wurde in einem Artikel der Saarbrücker Zeitung der Weltraumcharakter von Fontaines Kreisbildern hervorgehoben. Neben der planetenhaften Erscheinungsweise der runden Farbflächen rufen vor allem die nicht näher definierbare Tiefenräumlichkeit des Bildgrundes und die Wahl mitunter kühler Farben diesen kosmischen Eindruck hervor. Fontaine selbst spricht sehr treffend von einer "metaphysischen Dimension" des Raumes in seinen Bildern, eine Vorstellung, die ebenso wie andere theoretische Äußerungen des Künstlers eine Affinität zum Denken und Schaffen Paul Klees offenbart.

 

Ende der 1970er Jahre malt Fontaine eine Reihe von Bildern, in denen er die Formen zu einer Art Scherbenhaufen auflöst. Die Formelemente, mal kantig, mal gerundet, verzahnen sich mit dem malerisch entwickelten Bildgrund zu einem zentral angeordneten Konglomerat; die Randzonen bleiben unbesetzt. Fontaine sucht den Kontrast zwischen konstruktiven und fließenden Formelementen sowie zwischen spannungsreichen Farben, und er ist ebenso um den Ausgleich der Gegensätze bemüht. Die Arbeiten sind ungegenständlich, und doch rufen die gewölbten und splitterigen Formen Getöpfertes in Erinnerung und schlagen damit einen Bogen zu den keramischen Anfängen.

 

Nach dieser Phase der Formdestruktion und des Zusammenbaus der Fragmente zu einem neuen Ganzen werden ab den 80er Jahren die einzelnen Motive autonomer und die Kontraste noch kräftiger. Der Bildgrund schiebt sich entschiedener zwischen die Kompartimente und setzt sie stärker voneinander ab. Farbige Kreise gewinnen an Bedeutung, sei es als Kugel oder Scheibe innerhalb einer dynamischen Formkonstellation, sei es in Kombination mit schmalen, rechteckigen Balken als Teil einer mechanisch wirkenden Konstruktion. Gewölbte und halbrunde Elemente lassen wiederum an keramische Schalen denken, ohne dass ein Gefäß tatsächlich abgebildet wäre. Fontaine legt Wert auf eine flächenhafte Bilderscheinung, räumliche Aspekte treten dagegen in den Hintergrund. Große ungegliederte Partien steigern die Intensität einzelner Farben enorm. Schwarz und Weiß erweitern das Farbspektrum und verstärken die Spannung. So gelangt Fontaine in dieser Zeit zu einer Monumentalität der Bildwirkung, die sich nicht allein auf die dank ihres Formates ohnehin imposanten Malereien auf Leinwand, Rupfen oder Hartfaser beschränkt, sondern auch alle übrigen Werke miteinschließt, die Malereien in Druckerfarbe, die Übermalungen von Zeitungspapieren oder sogar die nur ca. 5 x 4 cm kleinen "Minis".

 

Die überwiegende Mehrzahl der Bilder Victor Fontaines ist abstrakt. Als künstlerisches Ziel benennt er "die Bewältigung selbst gestellter formaler Aufgaben", die er in Serien anzugehen und auszuschöpfen versucht und dabei unterschiedliche Techniken und Formate erprobt. Das serielle Arbeiten erlaubt, mit dem ausgewählten Form- und Farbvokabular so lange zu experimentieren, bis ganz unterschiedliche Aspekte entdeckt und thematisiert sind. So ist jedes Bild Teil eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses.

 

Obwohl Fontaine für seine ästhetischen Untersuchungen eine abstrakte Bildsprache bevorzugt, kehrt er doch immer wieder, vornehmlich in der Darstellung weiblicher Akte, zum gegenständlichen Motiv zurück. Gerade in den 80er Jahren sind Aktdarstellungen ein zentrales Thema für ihn, dem er 1988 eine eigene Ausstellung widmet. Das stilistische Repertoire der ungegenständlichen Werke dieser Zeit gilt auch für die Akte, die im übrigen einen hohen Abstraktionsgrad besitzen: Runde und schwellende Formen deuten feminine Kurven an, auf nähere Details wird verzichtet. Ein flächiger Bildaufbau, deutliche Kontraste, ein monumentaler Eindruck auch hier. Das Motiv ist manchmal nur ahnbar, oft fragmentarisch und immer sehr reduziert. Üppige, dralle Formen, laszive Körperhaltungen, intensive Farben und vehemente Kontraste machen Sinnenfreude optisch erlebbar. Fontaine geht es nicht um eine detaillierte, voyeuristische Schilderung wollüstiger Szenen, sondern um das Nachempfinden leidenschaftlicher Ausdrucksqualitäten.

 

Gegenstandsbezogen arbeitet Fontaine auch in seiner Werkgruppe der Landschaften. Diese Darstellungen bilden Ausnahmen im Gesamtœuvre, tauchen als identifizierbare Bildmotive jedoch hin und wieder auf und gewinnen in den 80er und besonders den 90er Jahren dann an Bedeutung. In der Regel geht Fontaines Gestaltung primär von der Form aus, wie in der Serie von Bäumen am Ihner Bach, ganz in der Nähe seines damaligen Wohnortes. Die kahlen, mehrfach verzweigten Stämme bilden das lineare Formgerüst für eine jeweils individuelle farbige Interpretation unterschiedlichen Ausdruckscharakters. Landschaft bleibt gerade im Jahr 1990, in dem sich Victor Fontaine dank eines Stipendiums der Edvard Munch-Stiftung in Oslo aufhält, ein zentraler Gegenstand in seiner Malerei. Die Palette ändert sich nun in vielen Arbeiten in Richtung trüber Farben, belebt durch die Kontraste kleiner bunt leuchtender Passagen. Die Darstellungen sind sehr vereinfacht, oftmals reduziert auf Assoziationen an Naturhaftes.

 

In den späten, nach dem Aufenthalt in Oslo entstandenen Werken, kehrt Fontaine wieder zur geometrischen Flächengliederung seiner Anfangszeit zurück. Nun aber sind die Formen eher intuitiv als konstruiert, zudem monumentaler, die Farben kontrastreicher, die Kompositionen unabhängig von einem Raster und daher energiegeladener. Teilweise erinnern die Bilder an bleiverglaste Fenster, vor allem, wenn die Buntfarben zwischen schwarzen oder grauen Linien intensiv emporleuchten. Rund- und Ovalformen sammeln als in sich ruhende Zentren die Bewegung, spitze und gewinkelte Formen sprengen als dynamische Bildfiguren das Gleichmaß. Victor Fontaine arbeitet in ganz unterschiedlichen Formaten und erzielt in allen, auch in den kleinen, den Eindruck einer kraftvollen Präsenz.

 

Fontaine verzichtet ganz bewusst auf Bildtitel, hat aber viele seiner Arbeiten zur eindeutigen Identifizierung und leichteren Katalogisierbarkeit mit Nummern bezeichnet. Am Ende bricht er mit dieser von ihm jahrzehntelang praktizierten Methode und gibt seinem letzten, in Öl auf Leinwand gemalten Bild von 1995 einen Titel, der dezidiert auf den eigenen desolaten Gesundheitszustand Bezug nimmt: "mashine break". Die mit Hebel, Rädern und Deichsel an ein mechanisches Triebwerk erinnernde Konstruktion scheint zerbrochen, die Einzelteile liegen verstreut umher. Der funktionale Zusammenhalt ist nicht mehr gewährleistet. Auch in der Farbgebung könnte sich etwas Endgültiges andeuten: Wie ein kompakter, schwerer Vorhang schließen ein rötliches Dunkelbraun und tiefes Schwarz die Darstellung nach hinten ab. Doch die sich davon abhebenden geometrischen Formelemente in sattem Orangerot und Mittelblau sind gerade im Kontrast zum Dunkelgrund von einer Einprägsamkeit, die die Stärke des Malers Victor Fontaine noch einmal unter Beweis stellt.

 

Petra Wilhelmy

 

Biografie

1923 geboren in Saarlouis

Lehre als Bauzeichner

ab 1950 Studium an der Schule für Kunst und Handwerk bei Boris Kleint und Anneliese Braunmüller

ab 1956 Atelier für Kunst im öffentlichen Raum in Merzig-Hilbringen

1960 Meisterprüfung an der Staatlichen Werkkunstschule  für Keramik bei Hubert Griemert in Höhr-Grenzhausen

1963-88 Kunsterzieher an der Berufsschule in Völklingen, an der Fachschule für Sozialpädagogik in Saarbrücken und am Hochwaldgymnasium in Wadern

1970-79 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Kunsthandwerk e.V.

1972-76 Vorstandsmitglied Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Kunsthandwerks ADK, München

Vorstandsmitglied desVereins Saarländisches Künstlerjhaus Saarbrücken e.V., Mitglied des Kunstverins LIMES, Trier und des BBK Saar

1974 Gründungsmitglied der Künstlergruppe Untre Saar e.V., Saarlouis, bis 1984 Vorsitzender

1989 Kulturpreis für Kunst und Wissenschaft de sLAndkreiese Saarlouis

1990 Stipendiat der Edvard Munch-Stiftung, Oslo, Kunstpreis Saar-Lor-Lux des Kunstvereins Cercle Artistique LIMES e.V, Contz-les-Bains

1995 gestorben in Saarlouis

 

Ausstellungen

Einzelausstellungen

1973 Victor Fontaine. Landratsamt, Kulturfoyer, Saarlouis

1977 Fontaine. ZMK, Universitätsklinikum Homburg, Homburg (Faltblatt)

1978 Bilder von Victor Fontaine und Rémy Kail. Die kleine Galerie im Atelier Heinz Webeler, Birkenfeld/Nahe

1981 Bilder 78-81. Victor Fontaine. Atelier der Künstlergruppe Untere Saar e. V., Theater am Ring, Saarlouis

1982 Victor Fontaine. Galerie Fritzen, Saarlouis

1984 Victor Fontaine. Orangerie, Mondorf-les-Bains

1985 Victor Fontaine. Bilder 1984-1985. Galerie im Hof, St. Wendel

1986 Bilder 85/86 von Victor Fontaine. Praxisgemeinschaft Dr. Eggers, Siersburg

1988 Victor Fontaine. Abstrakte Bilder. Volkshochschule Dillingen e. V. Kulturtreff Stadthalle. Dillingen; Fontaine. Bilder 1978-1988 abstrakt. Atelier der Künstlergruppe Untere Saar e. V., Theater am Ring, Saarlouis (K)

1989 Victor Fontaine. Bilder 1987-1989. Galerie im Hof, St. Wendel

1990 Victor Fontaine. Bilder aus Norwegen 1990. Galerie Fritzen, Saarlouis

1991 Victor Fontaine. Akt-Abstrakt-Konkret. 1984-1991. DRK Krankenhaus, Saarlouis

1993 Victor Fontaine. Abstrakte Bilder. Galerie Palz. Beckingen; Victor Fontaine 70. Haus Scheidberg, Wallerfangen (K)

1996 Malerei von Victor Fontaine. Galerie Walzinger, Saarlouis

1997 Victor Fontaine 1923-1995. Malerei. Altes Schloss, Dillingen

1998 Victor Fontaine 1923-1995. Galerie Walzinger. Saarlouis; Victor Fontaine. 1923-1995. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

2001 Abstrakte Malerei von Victor Fontaine. Galerie Walzinger, Saarlouis

2002 Victor Fontaine. Haus auf dem Wehrborn, Aach

2005 Victor Fontaine. Malerei. Orangerie/Städtische Galerie Blieskastel

2008 Victor Fontaine. Erinnerung an den saarländischen Maler. Galerie Walzinger, Saarlouis

2013 Victor Fontaine 90 - Eine Retrospektive. Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

 

Ausstellungsbeteiligungen

1961 Gemeinschaftsschau des Deutschen Kunsthandwerks. Deutsche Handwerksmesse, München (K)

1962 Weihnachtsausstellung 1962. Kunststube (Alte Brauereistraße), Saarlouis

1963 Kunst am Bau. Stadt Völklingen, Völklingen (Broschüre); Gestaltendes Handwerk 1963. Deutsches Handwerks-Institut, Bonn (K)

1964 Jahresausstellung 1964. Kunststube (Alte Brauereistraße), Saarlouis

1969 Malerei - Graphik, Stadt Vöklingen

1970 Malerei - Graphik. Vortragssaal VHS, Völklingen

1972 Kunsthandwerk Saar. Ausstellung der Landesgemeinschaft des Kunsthandwerks Saar e. V. Moderne Galerie Saarbrücken (K)

1974 XIX. Ausstellung (13 Künstler der Gruppe Untere Saar). Katholische Akademie, Trier

1975 Künstlergruppe Untere Saar - Landschaftsbilder. 25 Künstler aus dem Saarland stellen aus. Dillingen (K); LBK Saarland 1975. 1. Ausstellung Landes-Berufsverband Bildender Künstler e. V. Pfalzgalerie Kaiserslautern

1976 Malen im Park, Dillingen

1977 KIRN 77 Symposion der Landschaft - Künstler malen Kirn. Volkshochschule Kirn (K); Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1977, Stadthalle Dillingen; Groupement des artistes mosellans. Visages de Metz 1977, Metz (K)

1978 Künstlergruppe Untere Saar e. V. zu Gast in der Galerie Pieper, Saarlouis (K); Bilder von Victor Fontaine und Rémy Kail. Die kleine Galerie im Atelier Heinz Webeler, Birkenfeld/Nahe

1979 Kulturtage in Eppelborn, Kulturhaus Eppelborn (Broschüre); Gruppe 79. Gründungsausstellung. Georg-Wilhelm-Haus, Birkenfeld/Nahe; Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahreskunstausstellung, Stadthalle Dillingen

1980 167 Bildtafeln anlässlich der 300-Jahr-Feier der Stadt Saarlouis, Innenstadt von Saarlouis (K); 5. Accrochage. Galerie im Zwinger, St. Wendel (K); Stadtbilder Saarlouis 1980. Hofhausgalerie, Saarlouis- Beaumarais (K)

1981 Kunst und Kunsthandwerk Wadgassen. Stadtbücherei Merzig (Broschüre); Künstlergruppe Untere Saar e. V.- Jahresausstellung 1981. Atelier der Künstlergruppe Untere Saar e. V., Theater am Ring, Saarlouis; Form + Farbe. Künstlerhaus Metternich, Koblenz (K)

1983 Künstlergruppe Untere Saar e. V.- Jahresausstellung 1983. Atelier der Künstlergruppe Untere Saar e. V., Theater am Ring, Saarlouis (K); Perspectives Œil 83. Lycée Jean Moulin, Forbach (K)

1987 Zug zur Kunst. Reisecenter des Hauptbahnhofs Saarbrücken; Bilder für Afrika. Eine Aktion gegen Hunger & Apartheid - Bilder und Objekte von 250 Künstlern aus 29 Ländern, Stadtgalerie Saarbrücken (K)

1988 Ein Kreis bewegt sich. Atelier der Künstlergruppe Untere Saar e. V., Theater am Ring, Saarlouis (K); LIMES Künstlergruppe. Landesmuseum Trier; Weihnachts-Ausstellung. Galerie im Hof, St. Wendel

1989 Kunstverein LIMES. Graphik - Malerei - Skulptur. Kreuzgang des Lycée Classique, Echternach (K)

1990 Ahnungen, Spuren, 17. Trierer Aschermittwoch der Künstler 1990. Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, Trier; Sommerausstellung 1990. Museum im Mia-Münster-Haus/Stiftung Dr. Walter Bruch, St. Wendel; Künstlergruppe Untere Saar e. V. Galerie im Krankenhaus Saarlouis vom DRK, Saarlouis; Saar-Lor-Lux-Art 90. Mille-Club, Contz-les-Bains; Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1990. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

1991 Bildnisse saarländischer Künstler. Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken (K); Environment Scheune. Farbe + Labyrinth. Bild + Plastik. Galerie an der Grenze, Rehlingen-Fürweiler; Kunstverein LIMES e. V. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis; Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1991. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

1992 Kunstverein LIMES e.V. Kunstpreis '92, Blieskastel, Freyming-Merlebach, Wittlich, Esch-sur-Alzette (K); Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1992. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

1993 Kunstverein LIMES e. V. KEB Dillingen, Dillingen; Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1993. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

1994 Kunstverein LIMES e.V. Kunstpreis '94,  Blieskastel, Freyming-Merlebach, Wittlich, Esch-sur-Alzette (K); 20 Jahre Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1994. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis (K); 5. Internationale Kunstausstellung SAAR-LOR-LUX ART 94. Katholisches Vereinshaus, Perl

1995 Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1995. Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

1996 Victor Fontaine. OPTIK KREATIV Frank, Saarlouis

1998 Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Passion - Kreuzwege. Ev. Kirche und St. Ludwigskirche, Saarlouis; Vorschau Rückschau. Galerie Walzinger, Saarlouis; Standpunkt - Standort. Galerie Walzinger, Saarlouis

2000 Farben, Formen und Strukturen. Galerie Walzinger, Saarlouis

2004 Crossover. 30 Jahre Künstlergruppe Untere Saar e. V. Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis (K)

2009 Von Ort zu Ort. Heimatmuseum, Wallerfangen

2014 "Standpunkte 40 Jahre Künstlergruppe Untere Saar", Museum Haus Ludwig, Saarlouis

 

Werke im öffentlichen und sakralen Raum

  • Saarlouis, ehemaliges Orannaheim, Heilige Oranna, Hauszeichen / Fassadenapplikation, 1950er Jahre, Metall, farbig gefasst, 250 x 90 cm (Gebäude abgerissen, Relief in Privatbesitz)
  • Saarlouis, Don Bosco Grundschule, Spielende Kinder, Fassadengestaltung, ca. 1957, Metall, farbig gefasst, 400 x 600 cm (Gebäude 2013 abgerissen, Relief im Besitz der Kreisstadt Saarlouis)
  • Beckingen, Turnhalle, Wandgestaltung, 1958, Metalldraht, farbige Fliesen, Verbleib unbekannt
  • Saarlouis, Kath. Pfarrheim St. Ludwig, Pavillonstraße, Flucht nach Ägypten, Wandgestaltung, Ende 1950er Jahre, Sgraffito, 350 x 400 cm
  • Saarlouis, Privathaus, Tulpenweg, Hauszeichen Reh und Töpfer, Ende 1950er / Anfang 1960er Jahre, Metall, farbige Fliesen
  • Saarlouis, ehemalige Landwirtschaftsschule, heute: Landratsamt Saarlouis, Prof.-Notton-Straße 2, Wandgestaltung, 1960, farbige Fliesen, 750 x 325 cm
  • Merzig-Mechern, Südring, Friedhofskapelle, Fenster, 1960er Jahre, Glasbeton
  • Saarlouis-Fraulautern, Friedhofskapelle, Lachwaldstraße, Kreuz, 1960er Jahre, farbige Fliesen
  • Völklingen, Stadtbad, Karl-Janssen-Straße 33a, Wandgestaltung, 1960er Jahre, farbige Fliesen
  • Wallerfangen, Kapelle "Zur lieben Frau", Altarbild, 1960, Glasbeton, 320 x 210 cm
  • Wallerfangen-Oberlimberg, Zum Golfplatz, Kreuzwegstationen, 1960, Bronze
  • Schwalbach-Hülzweiler, Privathaus, Kapellenstraße, Hauszeichen, Nur versähet der erntet auch, 1961, Fliesen, farbig bemalt und gebrannt, 240 x 145 cm
  • Mettlach, Parkstraße 3, Evangelische Kirche, Altar, 1962, Fliesen
  • Wallerfangen-Ittersdorf, ehemalige Grundschule Ittersdorf, heute Kindertagesstätte Ittersdorf, Flurstraße 9, Sonnenuhr, 1962, Waschbeton, Metall, Teilweise zerstört
  • Dillingen, Industriestraße 29, Schule am Römerkastell, Sonnenblumen, 1962, Wandgestaltung, Fliesen bemalt, 300 x 173 cm, Pferdehalter, Lautenspielern und Lastenträgerin, 1963, Wandgestaltung, Fliesen bemalt, 300 x 113 und 300 x 124 cm
  • Merzig, Peter-Wust-Gymnasium, Fassadengestaltung, 1963, Klinkermosaik, Verbleib unbekannt
  • Schwalbach-Elm, ehemalige Grundschule Elm-Knausholz, Bachtalstraße 154, heute: Caritas Sozialstation Schwalbach-Elm, Trinkbrunnen mit Wandbild, 1964, Fliesen, farbig bemalt und gebrannt, 263 x 87 x 40 cm, Wandgestaltung aus sieben Wandbildern, 1964, Fliesen, farbig bemalt und gebrannt, je zwischen 124 x 100 cm bis 1 51 x 100 cm
  • Saarlouis, Landratsamt, Sitzungssaal, Kaiser-Wilhelm-Straße 4-6, Handwerk, Handel und Landwirtschaft, 1965, Holzintarsie, 300 x 350 cm
  • Saarbrücken, ehemaliges Staatliches Hochbauamt, heute: Landesamt für Zentrale Dienste, Amt für Bau und Liegenschaften, Hardenbergstraße 6, Wandgestaltung, 1966, Glasmosaik, Naturstein, 500 x 2000 cm
  • Überherrn-Berus, Grundschule St. Oranna, Im Pulath 12, Gemeindewappen Berus, 1966, Wandgestaltung, Fliesen, farbig bemalt und gebrannt, 250 x 450 cm, Heilige Oranna, Wandgestaltung, 1966, Fliesen, farbig bemalt und gebrannt, 312 x 240 cm
  • Wallerfangen, Hauskapelle St. Nikolaus Hospital, Hospitalstraße 5, Bleiglasfenster, 1969, Neubau der Kapelle 2004, Neuanordnung der Fenster durch die Firma Kaschenbach
  • Saarbrücken, ehemaliges Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, Stadtgraben 6, heute Ministerium für Finanzen und Europa, Wandgestaltung, 1969, Holzrelief, 1969, 250 x 400 cm, Arbeitsgemeinschaft Victor Fontaine und Eberhardt Killguss
  • Saarlouis, ehemaliges Firmengebäude Hoestemberghe& Klütsch, Industriestraße 12, heute Globus Fachmärkte, Verwaltung, Fenstergestaltung, Ende 1960er Jahre, Bleiverglasung, Glas, Bleistege, 400 cm breit, dreigeschossig
  • Saarlouis, Kinderspielplatz Vogelsang, Taubenstraße/Sperlingsweg, Brunnen, 1970er Jahre, Beton, farbig gefasst, 180 x 374 x 150 cm, nicht mehr In Funktion, veränderte Farbgestaltung
  • Saarlouis-Roden, Lindenstraße / Marktplatz, Brunnen, 1971, Pflastersteine, Metall, Durchmesser 600 cm, Säulenhöhe 70-335 cm
  • Saarlouis-Beaumarais, Ford-Hochhaus, Wallerfanger Straße 150, Stelenfeld, Betonguss, 1971, Arbeitsgemeinschaft Victor Fontaine und Eberhardt Killguss
  • Saarlouis, ehemaliges Arbeitsamt, heute: Agentur für Arbeit, Ludwigstraße 10, Wandgestaltung, 1973, Holz, Fassadengestaltung, Betonrelief, 1973, Arbeitsgemeinschaft Victor Fontaine und Eberhardt Killguss, entfernt
  • Saarlouis, Vaubaninsel, Lacroix, 1973, Bronze, 230 59 x 47 cm, Arbeitsgemeinschaft Victor Fontaine und Eberhardt Killguss
  • Saarlouis, Prälat-Subtil-Ring, Titzstraße, Fussgängerunterführung, Wandgestaltung, 1974, farbige Fliesen, teilweise zerstört
  • Saarbrücken, Hohenzollernstraße 47, Handwerkskammer des Saarlandes, Relief, 1974, Beton 
  • Dillingen, Kaufmännisches Berufsbildungszentrum (KBBZ), Hinterstraße 11, Pfeilergestaltungen, 1974, Mosaik, farbig glasierte Keramik
  • Wallerfangen, Caritas Jugendhilfe, Villeroystraße 3, Haus Christophorus, Wandgestaltung, 1975, Keramik, farbig glasiert, 150 x 450 cm und 110 x 230 cm
  • Rehlingen-Siersburg-Gerlfangen, Kumpfwies, Brunnen, 1977, Sandstein, 125 x 208 x 208 cm
  • Beckingen, Hindenburgstraße , Hallenbad, Wandgestaltung, 1982, Betonrelief, Arbeitsgemeinschaft Victor Fontaine und Eberhardt Killguss, teilweise entfernt
  • Saarlouis, Amtsgericht, Prälat-Subtil-Ring 10, Erweiterungsbau, Fassadengestaltung, 1983, Sandstein
  • Saarlouis, Rathaus, Großer Markt 1, o. T. (Triptychon), 1991, Acryl auf Papier, Früherer Standort: Vereinshaus FraulauternEnsdorf, VSE Aus- und Fortbildungszentrum, Kurt-Kessler-Straße 1, Rauminstallation und Wandgestaltung, 1993, Acryl auf Spanplatte, Keramikisolatoren, Wandbild, 240 x 306 cm
  • Dillingen, Friedhofskapelle auf dem Friedhof St. Johann, Hillenstraße, Wandgestaltung, Sgraffito, O. J.
  • Ensdorf, Geschäftsstelle Volksbank Saarlouis, Wandgestaltung, Emaille, Verbleib unbekannt
  • Eppelborn, Grundschule Bubach-Calmesweiler, St. Martin Straße, Wandgestaltung, Relief, o. J.Saarlouis, Molkerei, Wandgestaltung, Fliesen, Verbleib unbekannt

 

Bibliografie

 Monografien

  • Fontaine. ZMK Homburg-Serie. Bleistiftzeichnungen DIN A 4. Februar 1977. Saarlouis 1977
  • Victor Fontaine. Tafelbilder. Kreide auf Schultafel. Aus einer Serie von 1976. Hg. 1980. Saarlouis 1980. Mit einem Beitrag von Ulrich Meisser
  • Fontaine. Hg. zum 60. Geburtstag. Saarlouis 1983
  • Victor Fontaine. Bilder 1978–1988 abstrakt. Saarlouis 1988. Mit einem Beitrag von Herbert Dellwing: Vom Chaos zur Ordnung. Anmerkungen zur Malerei von Victor Fontaine
  • Fontaine. o. O. 1989
  • Victor Fontaine 70. Merzig 1993. Mit Textauszügen aus früheren Publikationen
  • Victor Fontaine 1993. Minikalender. Merzig 1993
  • Victor Fontaine Skizzen Auswahl 1994. o. O. 1994
  • Victor Fontaine Tusche Skizzen Auswahl 1995. o. O. 1995
  • Victor Fontaine 90 - Eine Retrospektive. Ausstellungskatalog Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis. Saarlouis 2013. Mit einem Beitrag von Petra Wilhelmy: „Gesetz des eigenen Stils“. Zur Kunst Victor Fontaines, S.  9-19

Sammelschriften

  • Kunsthandwerk in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Hg.: Handwerkskammern und Arbeitsgemeinschaften des Kunsthandwerks in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Köln o. J. S. 76
  • Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Kunsthandwerks: Gemeinschaftsschau des Deutschen Kunsthandwerks. Deutsche Handwerksmesse. München 1961. o. S.
  • Gestaltendes Handwerk 1963. Hg.: Deutsches Handwerks-Institut. Bonn 1963. S. 221
  • Kunst am Bau. Ausstellung der Stadt Völklingen. Völklingen 1963. o. S.
  • Kunst am Bau im Saarland. Architektenkammer des Saarlandes. Saarbrücken 1970
  • Kunsthandwerk Saar. Ausstellung der Landesarbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Saar e.V. Moderne Galerie Saarbrücken vom 20. Oktober bis 19. November 1972. o. S.
  • 25 Künstler aus dem Saarland stellen aus. 8.12.74-5.1.75. Dillingen 1975. o. S.
  • LBK Saarland 1975. 1. Ausstellung Landes-Berufsverband Bildender Künstler e.V. Pfalzgalerie Kaiserslautern. Saarbrücken 1975. S. 11
  • Kirn 77 Symposion der Landschaft – Künstler malen Kirn. Katalog zur Kunstausstellung „Kirn 77“. Hg.: Stadt Kirn. 1977. o. S.
  • Groupement des artistes mosellans. Visages de Metz. Metz 1977
  • Künstlergruppe Untere Saar e. V. zu Gast in der Galerie Pieper. Saarlouis 1978. o. S.
  • Kulturtage in Eppelborn vom 26.10 bis 29.10.1979. S. 5
  • 5. Accrochage. Galerie im Zwinger. St. Wendel 1980
  • Stadtbilder Saarlouis 1980. Symposium Saarlouis 300. Werktag der Künstler. Hofhausgalerie Saarlouis-Beaumarais. S. 5 und S. 22
  • Verzeichnis der 167 Bildtafeln in der Innenstadt von Saarlouis anlässlich der 300-Jahr-Feier vom 21.6. bis 7.7.1980. Saarlouis 1980. o. S.
  • Kunst und Kunsthandwerk Wadgassen. Stadtbücherei Merzig 1981
  • Form + Farbe. Künstlerhaus Metternich. Koblenz 1981
  • Künstlergruppe Untere Saar e. V. - Jahresausstellung 1983. Atelier der Künstlergruppe Untere Saar e. V., Theater am Ring. Saarlouis 1983
  • Association Œil : Perspectives Œil 83. Forbach 1983. S. 84 f.
  • Bilder für Afrika. Eine Aktion gegen Hunger & Apartheid – Bilder und Objekte von 250 Künstlern aus 29 Ländern. Stadtgalerie Saarbrücken. Merzig 1987. o. S.
  • Ein Kreis bewegt sich. Bilder aus dem Kreis Saarlouis. Ausstellung der Künstlergruppe Untere Saar e. V. im Theater am Ring, Saarlouis vom 3. September bis 18. September 1988. S. 14-17
  • Rosemarie Sier: 7. Jahresausstellung der Künstlergruppe „Untere Saar“ im Saarlouiser Theater am Ring. In: Saarheimat. Zeitschrift für Kultur, Landschaft, Volkstum. Saarländischer Kulturkreis. Jg. 31, H. 12. 1987. S. 290
  • Ausstellung Graphik - Malerei – Skulptur. Hg.: LIMES Kunstverein e. V. Trier 1989. o. S.
  • Bildnisse saarländischer Künstler. Saarländisches Künstlerhaus. Saarbrücken 1991. o. S.
  • LIMES Kunstpreis '92. Prix d' art. Malerei/Grafik/Plastik. Trier 1992. S. 20 f.
  • Vereinshaus Fraulautern. Hg.: Oberbürgermeister der Kreisstadt Saarlouis. Saarlouis 1992. o. S.
  • Top Magazin Saarland. Nr. 4. 4. Jg. 1993. S. 125-127
  • LIMES Kunstpreis '94. Prix d' art. Malerei/Grafik/Plastik. Trier 1994. S. 18 f.
  • Künstlergruppe Untere Saar e. V. - 20 Jahre Ausstellungen 1974-1994. Saarlouis 1994. o. S. Mit einem Beitrag von Victor Fontaine: Kunstregion Untere Saar. Die Künstlergruppe
  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum. Saarbrücken Bezirk Mitte. Saarbrücken 1997. S. 174 f.
  • Architekturführer Saarland 1981-1996. Hg.: Bund Deutscher Architekten. Saarbrücken 1997. S. 104
  • Crossover. 30 Jahre Künstlergruppe Untere Saar im Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis. Saarlouis 2005. S. 14
  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum. Landkreis Saarlouis. Saarbrücken 2009. S. 117, 192-194, 224, 253, 283-288, 346 f, 359, 378
  • Standpunkte 40 Jahre Künstlergruppe Untere Saar. Museum Haus Ludwig (Hg.) . Saarlouis 2014, S. 10, 24, 39

  

Redaktion: Petra Wilhelmy

  

Quelle

  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Fontaine, Victor, Dossier 483

 

 

 


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