Biografie
1927 Geboren in Wattweiler bei Zweibrücken
1940 Mit 13 Jahren erwachte sein Interesse am Zeichen und Aquarellieren. Motive waren die Tiere auf dem elterlichen Bauernhof und die Menschen seiner Umgebung. Sein Lehrer Franz Juncker am Gymnasium in Homburg ermunterte ihn und bestärkte seinen Wunsch, Künstler zu werden.
1946 Abitur, danach nimmt Steitz das Studium an der neugegründeten Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken bei Boris Kleint und Karl Kunz auf.
1947 wechselte er an die wiedereröffnete Kunstakademie in Karlsruhe, um dort die Möglichkeit einer pädagogischen Ausbildung wahrzunehmen. Sein wichtigster Lehrer war Karl Hubbuch.
1949 Mit den Holzschnitten zu Hamlet gelang ihm der entscheidende Durchbruch zur eigenen, zeitgemäßen Ausdrucksweise. An die Stelle der von außen erfassten Wirklichkeit trat die röntgenbildhafte Sichtbarmachung innerer Strukturen und Kräfte, die den Figuren innewohnen und ihre Beziehungen bestimmen. Diese Intention verfolgte er fortan weiter aus der Überzeugung, damit Wesentliches der modernen Existenzerfahrung zu erfassen. Seine Entwicklung führte dabei von anfänglich geometrisch fixierten geschlossenen Strukturen zu offenen dynamischen, die das Figürliche in Entstehung und Verwandlung beschreiben. Eine bevorzugte Technik blieb bis 1962 der Holzschnitt. In dieser Zeit entstanden in der Zusammenarbeit mit Ludwig Harig die Farbholzschnitte "Metamorphosen". Es kamen Siebdruck, Lithographie und Radierung hinzu, seit Mitte der 60er Jahre das spontane Zeichnen mit dem Rapidographen, das den Bewegungsvorgang des schnellen Zeichnens als elementare Spuren der Psyche sichtbar macht.
1955-78 lebte Steitz in Sulzbach
1954-87 Kunsterzieher am Sulzbacher Gymnasium und gibt Kurse für bildnerische Gestaltung an der VHS Sulzbach
ab 1990 trat die spontane Pinselzeichnung in den Vordergrund, die wuchtige dynamische Zeichen setzt. . . "Der Künstler, der in früheren Landeskunstausstellungen mit tänzerischen, wie im Fluge eben erhaschten, und wieder fliehenden, verwehenden Liniengespinsten vertreten war, verdichtet nun sein Formgebilde zu einem energiefüllten Zeichen in Schwarz, das ausstrahlt in das Weiß des Grundes, es verwandelt in einen Raum der Unmeßlichkeit" schreibt Lorenz Dittmann im Katalog der Landeskunstaustellung (1993).Neben den grafischen Arbeiten entstanden Malereien in verschiedenen Techniken. Immer wieder zeichnet Erwin Steitz auch nach der Natur Menschen, Tiere Architekturen und Naturlandschaften. Auf seinen Reisen, vor allem in die mediterranen Länder, füllten sich viele Mappen.
seit 1958 ist Erwin Steitz Mitglied im Saarländischen Künstlerbund
1964-69 Vorsitzender des Saarländischen Künstlerbundes
Er war Mitinitiator der Grafikmappen "Fisematenten" (1973) und des Gemeinschaftsprojektes saarländischer Künstler "Zeitmesser" (1975).
1987 erschien das Buch "Lust nach Verwandlung" mit Texten von Ischu und Zeichnungen von Erwin Steitz. Neben Einzelausstellungen in Saarbrücken, Saarlouis, St. Wendel und Altstadt ist er in zahlreichen Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich und den USA hervorgetreten.
Bibliografie
Sammelschriften
Quelle
letzte Änderung: Montag, 16.04.2007